Armin Pfahl-Traughber

Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughber, Jg. 1963, ist hauptamtlich Lehrender an der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung mit den Schwerpunkten "Politischer Extremismus" und "Politische Ideengeschichte". Außerdem gibt er seit 2008 ebendort das "Jahrbuch für Extremismus- und Terrorismusforschung" heraus.

Artikel des Autoren

Darstellung zu und Texte von Wolfgang Abendroth

"Rote Blüte im kapitalistischen Sumpf"

BONN: (hpd) Der Sozialwissenschaftler Gregor Kritidis legt mit "Wolfgang Abendroth oder: 'Rote Blüte im kapitalistischen Sumpf'" eine Darstellung zu und Edition von Texten von Wolfgang Abendroth vor. So entsteht ein informatives Bild von dem ersten marxistischen Hochschullehrer in der Nachkriegsbundesrepublik, wobei dem Band eine apologetische Dimension eigen ist.

Verschwörungstheorien

Erkenntnistheoretische Aspekte des Verschwörungsdenkens

BONN. (hpd) Der Philosoph Karl Hepfer arbeitet in seinem Buch "Verschwörungstheorien. Eine philosophische Kritik der Unvernunft" entgegen des Untertitels hauptsächlich die erkenntnistheoretischen Dimensionen von Konspirationsvorstellungen auf. Dies geschieht mitunter ein wenig essayistisch und unsystematisch, bringt aber Analyse und Forschung weiter.

Studie zum Wissen über deren Macht

Die "Bilderberg"-Gruppe

BONN. (hpd) Der Politikwissenschaftler und Soziologe Björn Wendt untersucht in seinem Buch "Die Bilderberg-Gruppe. Wissen über die Macht gesellschaftlicher Eliten" das Wissen von Medien, Politik und Verschwörungsanhängern zur genannten Gruppe. Dabei macht er deren strukturellen Blindheiten und Verzerrungen deutlich, kann aber – was indessen auch nicht sein Ansatz ist - letztendlich auch keine Einschätzung zur politischen Relevanz der "Bilderberger" vornehmen.

Bernie Sanders, August 2015

Alternative zu Hillary Clinton

Der demokratische Sozialist Bernie Sanders

BONN. (hpd) Mitunter hält die Politik in den USA erstaunliche Überraschungen bereit: Der 73jährige Senator Bernie Sanders ist bei den Demokraten der härteste Konkurrent von Hillary Clinton um die Kandidatur bei den Präsidentschaftswahlen. Er definiert sich nicht nur als demokratischer Sozialist, sondern tritt auch für die strikte Trennung von Kirche und Staat ein.

Aufsätze von Michael J. Sandel

Eine kommunitaristische Deutung von Moral und Politik

BONN. (hpd) Der US-amerikanische Sozialphilosophi Michael J. Sandel legt in seinem Buch "Moral und Politik. Gedanken zu einer gerechten Gesellschaft" eine Sammelung von früheren Aufsätzen vor, worin er Fragen der Gerechtigkeit aus der Perspektive eines liberalismuskritischen Kommunitarismus erörtert.

Empfindsame Tiere: Schweine

Essen für die Menschen, Sterben für die Tiere

Für einen Bissen Fleisch?

BONN. (hpd) Der Mensch muss kein Fleisch essen, um seinen Hunger zu stillen. Daher stellt sich die Frage, ob für eine Mahlzeit notwendigerweise Tiere sterben müssen. Die folgenden Ausführungen plädieren für einen auf Basis von Aufklärung und Ethik des Menschen, nicht auf Romantik und Sentimentalität gegenüber Tieren gründenden Vegetarismus.

Ein Buch über die "neue Rechte"

Gut gemeint, aber nicht gut gelungen

BONN. (hpd) Die Journalisten Liane Bednarz und Christoph Giesa wollen in ihrem Buch "Gefährliche Bürger. Die neue Rechte greift nach der Mitte" von der Gefahr "rechter Intellektueller" warnen. Leider kennen sie sich nicht sonderlich gut mit der Materie aus, wodurch ein eher fragmentarisch und oberflächlich gehaltenes Werk entstanden ist – gut gemeint, aber nicht gut gelungen.

Nicht aufklärerisch, sondern manipulativ

Die Kampfschrift "Don't Go Veggie!"

BONN. (hpd) Die Autoren Udo Pollmer, Georg Keckl und Klaus Alfs wollen in ihrem Buch "Don't Go Veggie! 75 Fakten zum vegetarischen Wahn" gegen behauptete Auffassungen von Gegnern des Fleischkonsums anargumentieren. Es handelt sich indessen um ein von Gehässigkeit und Herabwürdigungen geprägtes Werk, das mit Manipulationen statt Sachargumenten gegen Vegetarismus und Veganismus polemisiert.

Bibel kritisch lesen ja, aber doch mit merkwürdigen Begleitumständen

Ein Gott der Liebe?

BONN. (hpd) Der Publizist Jörn Seinsch liefert in seinem Buch "Ein Gott der Liebe? Wie Theologen die Bibel verfälschen" mehrere Kapitel, die sich kritisch auf Teile und Themen des Alten und Neuen Testaments beziehen. So wichtig der Hinweis auch auf "schlimme Stellen" in den "Heiligen Schriften" ist, so gibt es zu dem Buch doch merkwürdige Begleitumstände und Deutungen.

Eine Studie aus Italien

Kapitulation des liberalen Staates vor dem Faschismus

BONN. (hpd) Die italienische Historikerin Giulia Albanese legt mit "Mussolinis Marsch auf Rom. Die Kapitulation des liberalen Staates vor dem Faschismus" eine quellengestützte Darstellung zum Aufstieg des Faschismus und dem Scheitern der Republik vor. Die stark beschreibend angelegte Arbeit macht den Kontext von Schwäche der Demokratie und Stärke der Diktatur deutlich, man hätte sich aber noch mehr Ausführungen zu den Motiven der liberalen Elite und der Rolle der Repräsentanten der Wirtschaft gewünscht.