Max-Planck-Gesellschaft

Artikel der Autorin

Straßenszene in Berlin

Corona-Pandemie:

Regionale Lockdowns können Gesamtdauer der Beschränkungen verkürzen

Ein Forschungsteam des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen hat am Computer mögliche Verläufe der Corona-Pandemie simuliert. Die Berechnungen zeigen, dass regionale Maßnahmen die Epidemie mit deutlich weniger Einschränkungen unter Kontrolle halten können als national verhängte Lockdowns, wenn die Anzahl überregionaler Infektionen niedrig genug ist.

Schimpansen im Tai-Nationalpark.

Zerstörung von Lebensräumen und Verlust an Biodiversität erhöhen Gefahr von Zoonosen

Viren aus der Wildnis

Roman Wittig weiß, wie es ist, wenn ein Virus seinen Wirt wechselt. Er hat dies im Taï-Nationalpark in der Elfenbeinküste mehrfach erlebt – zuletzt vor vier Jahren, als ein für Menschen harmloses Coronavirus von Menschen auf Schimpansen übersprang.

Mandarinenenten

Forschende untersuchen, wie sich Corona-Maßnahmen auf Tiere auswirken

Tierische Pause vom Menschen

Um die Ausbreitung der Covid-19-Pandemie zu stoppen, haben viele Länder die Bewegungsfreiheit ihrer Bevölkerung eingeschränkt. Die neue "COVID-19 Bio-Logging Initiative", an der Wissenschaftler und Wissenchaftlerinnen verschiedenen Forschungseinrichtungen beteiligt sind, untersucht, wie Tiere auf den Rückgang der menschlichen Aktivität reagiert haben.

Wie können wir unsere Online-Welt anders gestalten?

Transparenz statt schnelle Klicks

Polarisierung, Verschwörungstheorien, Fake News: Für demokratische Gesellschaften ist es eine bedenkliche Entwicklung, wenn intransparente Algorithmen einiger weniger Konzerne entscheiden, was wir im Internet zu sehen bekommen. Dabei könnten wir das Internet auch so gestalten, dass Autonomie und Transparenz gefördert und damit das positive Potenzial des Internets verstärkt wird.

Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften

Vegetarier sind schlanker und introvertierter als Fleischesser

Je weniger tierische Produkte man zu sich nimmt, desto geringer ist der Body-Mass-Index und desto weniger neigt man zu Extrovertiertheit. Zu dieser Erkenntnis kommt eine großangelegte Studie von Wissenschaftlerinnen des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften. Ein Zusammenhang mit depressiven Verstimmungen, wie ihn andere Untersuchungen gefunden hatten, konnte sie dagegen nicht bestätigen.

Neandertaler-Variante des Progesteron-Rezeptors wirkt sich günstig auf die Fruchtbarkeit aus

Frauen mit Neandertaler-Gen bringen mehr Kinder zur Welt

Eine von drei Frauen in Europa hat den Rezeptor für Progesteron von Neandertalern geerbt - eine Genvariante, die mit erhöhter Fruchtbarkeit, weniger Blutungen zu Beginn der Schwangerschaft und weniger Fehlgeburten in Verbindung steht. Dies geht aus einer aktuellen Studie hervor.

Ausschnitt aus dem Gemälde 'Fighting Meat' von Charles Marion Russell, Cincinnati Art Museum

Älteste genetische Verbindung zwischen Asien und Amerika entdeckt

Ein internationales Forschungsteam hat mithilfe genetischer Analysen die Bevölkerungsgeschichte der Baikalregion rekonstruiert und dabei die bisher älteste Verbindung zwischen den Einwohnern Sibiriens und den indigenen Völkern des amerikanischen Kontinents entdeckt. Die Studie belegt auch die Mobilität und die vielfältigen Verbindungen zwischen den Bewohnern Eurasiens in der frühen Bronzezeit.

Ausgrabungsarbeiten in der IUP-Schicht I in der Bacho-Kiro-Höhle. Aus dieser Schicht wurden vier Homo-sapiens-Knochen sowie zahlreiche Steinwerkzeuge, Tierknochen, Knochenwerkzeuge und Anhänger geborgen.

Wichtiger kultureller Übergang in Europa fand früher statt als bisher angenommen

Älteste Fossilien des Homo sapiens in Bulgarien entdeckt

Ein internationales Forschungsteam berichtet über neue Fossilien des Homo sapiens aus der Bacho-Kiro-Höhle in Bulgarien. Diese wurden auf ein Alter von etwa 45.000 Jahren datiert und zusammen mit Steinwerkzeugen, den Überresten gejagter Tiere, Knochenwerkzeugen und persönlichen Schmuckgegenständen gefunden.