Max-Planck-Gesellschaft

Artikel der Autorin

Javaneraffen verwenden Steinwerkzeuge, um an Nahrung zu gelangen.

Steinwerkzeuge von Affen und frühen Menschen überraschend ähnlich

Forschende haben in Thailand von Altweltaffen geschaffene Artefakte entdeckt, die Steinwerkzeugen früher Vertreter der Gattung Homo ähneln. Bisher ging die Fachwelt davon aus, dass unsere frühen Vorfahren diese scharfkantigen Steinwerkzeuge absichtlich gefertigt haben und diese den Beginn der Steinwerkzeugproduktion – einem Alleinstellungsmerkmal während der Evolution der Homininen – einläuteten. Eine neue Studie stellt nun bisherige Erkenntnisse über die Ursprünge der bewussten Werkzeugherstellung in unserer eigenen Abstammungslinie in Frage.

Kopf der Venus von Brassempouy in Frontal- und Profilansicht

Genomanalyse eiszeitlicher Vorfahren zeigt Wanderbewegungen über einen Zeitraum von 30.000 Jahren

Überleben in der Eiszeit

Mit dem größten jemals erstellten Genomdatensatz europäischer Jäger und Sammler hat ein internationales Forschungsteam die genetische Abstammungsgeschichte unserer Vorfahren neu geschrieben. 125 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler forschten an der Studie.

Ernährung zwischen Politisierung und Tabuisierung

Die Fleischfrage im aktuellen Klima

Für die Bekämpfung des Klimawandels müssen wir nicht nur die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas stoppen. Auch in anderen Bereichen braucht es einen Wandel, etwa in der Ernährung. So schadet unser Konsum von Eiern, Milchprodukten und Fleisch dem Klima deutlich. Trotzdem scheuen sich die meisten Politikerinnen und Politiker, hier einzugreifen. Saskia Stucki erklärt, warum Essensfragen ein Tabuthema sind und wie die Politik wirkungsvoll handeln könnte.

Silvester-Feuerwerk jagt Vögel in die Flucht

Forschende haben Gänse um die Silvesterzeit in Deutschland, Dänemark und den Niederlanden mit GPS-Sendern ausgestattet, um die Langzeiteffekte des Silvesterfeuerwerks zu untersuchen. Die Bewegungsdaten zeigen, dass die Vögel am Silvesterabend plötzlich von ihren Schlafgewässern aufflogen und sich in Gebiete mit geringer menschlichen Populationsdichte zurückzogen. Die verschreckten Tiere verkürzten ihre Nachtruhe im Schnitt um zwei Stunden und legten in ihren nächtlichen Flügen bis zu 500 Kilometer non-Stopp zurück, deutlich weiter als in Nächten ohne Feuerwerk.

Wie gefährlich sind digitale Medien für die Demokratie?

Eine der umstrittensten Fragen unserer Zeit ist, ob die rasante weltweite Verbreitung digitaler Medien mitverantwortlich ist für eine Schwächung der Demokratie. Während Öffentlichkeit und Politik die Risiken Sozialer Medien breit diskutieren, argumentieren Technologieunternehmen, dass die Auswirkungen nicht eindeutig belegt sind. Pauschal zu verteufeln sind digitale Medien sicherlich nicht. Allerdings können sie Polarisierung und Populismus – besonders in etablierten Demokratien – befeuern. Darauf weist eine aktuelle Studie hin.

Max-Planck-Gesellschaft verurteilt die gewaltsame Unterdrückung der Proteste für mehr Freiheitsrechte im Iran

An der Seite jener, die für die Freiheit kämpfen

Die Max-Planck-Gesellschaft erklärt sich solidarisch mit den Studierenden sowie den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern im Iran in ihrem Wunsch nach mehr Freiheitsrechten. Sie verurteilt insbesondere das brutale Vorgehen der Sicherheitskräfte und fordert die sofortige Freilassung aller im Zuge der Proteste verhafteten Menschen.

Menge an Stickstoff in der Umwelt in den letzten hundert Jahren verdoppelt

Die überdüngte Erde

Kein Tier, keine Pflanze und kein Einzeller kommt ohne Stickstoff aus, doch der Mensch bringt immer mehr davon in Umlauf – mit diversen Folgen für Gesundheit und Umwelt. Sönke Zaehle, Direktor am Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena, untersucht den Stickstoffkreislauf und seine Rückkopplung mit dem Klima.

Chagyrskaya Höhle, Sibirien.

Genome von dreizehn Neandertalern geben Einblicke in ihr Gesellschafts- und Sozialgefüge

Treffen mit einer Neandertalerfamilie

Einem internationalen Team unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig ist es erstmals gelungen, die Genome mehrerer Mitglieder einer Neandertalergruppe zu sequenzieren. Unter den dreizehn Neandertalern aus Sibirien entdeckten die Forschenden mehrere miteinander verwandte Personen – darunter einen Vater und seine jugendliche Tochter. Zudem haben die Forschenden aus den dreizehn Genomen erste Einblicke in die soziale Organisation einer Neandertalergemeinschaft gewonnen.