pi (nicht überprüft)

Fr. 30 Jan 2026 - 12:46

Nun je, demnach hätte eine Verfassungsklage in den 1980er-Jahren aureichen müssen, um den Militär- und Zivildienst abzuschaffen. Das hat aber nicht geklappt, seit Guttenberg bis heute ist er nur ausgesetzt. Dass „die Presse“ den Sinn einer Wehrpflicht nicht hinterfragt hätte, ist ja wohl Unfug – es wird allerorten eifrig Diskutiert („hilft es wirklich“, „Frauen ja/nein“ etc.) und das vorliegende Modell („erstmal freiwillig versuchen“) ist auch ein Ergebniss dessen. Und dass die Notwendigkeit allgemein kaum infrage gestellt wird, hat wohl damit zu tun, dass wir – anders als in den 1980er-Jahren – in Europa konkrete Kriegshandlungen haben, mit konkreten Vorbereitungen und Sondierungen, die Baltischen Staaten und Polen aus Russland und Belarus anzugreifen. Gleichzeitig wird der US-amerikanische Schutz, unter dem wir uns lange bequem gemacht hatten, in Frage gestellt. Wer einen Wehrdienst eingeführt hat, zeigt auch nach außen, dass er verteidigungswillig ist und das kann über die Frage von Krieg oder Frieden entscheiden. Dieses Argument lässt mich von einem Gegner der „Zwangsdienste“ zu einem (wenn auch wenig begeisterten) Befürworter werden. Und ja, auch ich wäre bereit, dazu meinen persönlichen Beitrag zu leisten.

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