Dieser Artikel macht mich ratlos. Man hätte ganz einfach darüber schreiben können, wie Frau Connemann mit ihrer Aussage die Ergebnisse von Wissenschaftlern abwertet, obwohl die Wissenschaft unsere beste Methode zum Erkenntnisgewinn ist.
Stattdessen hängt man sich in dem Text an dem Begriff "täuschen" auf und unterstellt Frau Connemann, dass sie den Wissenschaftlern "Täuschung" vorwerfen würde. Der Satz "Doch im politischen Kontext ist Sprache selten unschuldig" als Begründung für diese Unterstellung überzeugt mich nicht im geringsten. Millionen Menschen sagen täglich "sich täuschen" statt "sich irren". Schon allein das "sich" schließt ja aus, dass die Wissenschaftler absichtlich jemand anderen täuschen wollen.
Auf diesen meiner Meinung nach also unzureichend begründeten Verdacht folgt dann noch eine lange und sperrige Einlassung, die sich an dem Begriff "täuschen" abarbeitet und die alles andere als einfach zu lesen ist.
Bitte in Zukunft weniger überinterpretieren und die Texte weniger für hochintellektuelle Geisteswissenschaftler schreiben. Danke! :-)