Die Würstchen der drei Autokraten im letzten Bild sind viel zu groß geraten. Denn sie sind in Wahrheit ängstliche, arme Mikrowürstchen! Ihre Eier wähnen sie dick und hoffen, damit zu beeindrucken. Doch das können sie nicht.
Wir leben in Zeiten, in denen dicke Eier hinderlich sind, in denen Geist und Weitblick gefragt sind. Es ist das Leid der Zuspätgeborenen, die von großen Herrschern aus Geschichtsbüchern träumen und nicht erkennen, dass deren Zeit vorüber ist.
Wir leben auf einer extrem komplexen Welt, die Sachverstand und Zusammenarbeit braucht. Nur gemeinsam können wir sie aus der Scheiße herausreiten. Doch werden die Despoten kritisiert oder satirisch aufgespießt, verfallen sie ins Jammern.
Ich sehe hier einen kräftigen Jungen, der auf dicke Hose macht und andere auf dem Schulhof verprügelt. Doch als ihm einer dafür die Zunge rausstreckt, fängt er gar jämmerlich an zu flennen. Wie erbärmlich!
Despoten flennen mit Gerichten, weil sie sich selbst nicht trauen, diese Feiglinge! Sie suhlen sich in ihrer Macht, die ihnen heute nichts mehr bringt außer dem Schaukeln ihrer dicken Eier. Die Welt wird davon kein Stück besser.
Die Jacques Tillys dieser Welt tragen indes dazu bei, dass die Welt besser wird. Sie legen die spitzen Bleistifte in die Wunden, die Pinsel und Spachteln, ihren Verstand, ihr Talent und ihren Mut, um Menschen guten Willens aufzurütteln.
Nicht mit Kanonen schießt man auf Regierungsspatzen, sondern mit schonungsloser Wahrheit. So, wie die den Filz bekämpfen wollende AfD bloßgestellt wurde, weil sie wie keine andere Partei in Deutschland selbst den Filz produziert.
Solange es noch geht, sollten wir alle zusammenstehen und aufklären über die Umtriebe der reichlich Blöden und schön Doofen, die nur in die eigene Tasche wirtschaften. Dafür sollte der Karneval kein Ventil sein, sondern ein Fanal. Der Beginn des Widerstandes der Vernünftigen. Mit Worten, Bildern, Satire, Humor und Wahrheit. Daran klebt kein Blut und das ist gut!