Vielen Dank für Ihren Kommentar. Die demografische Entwicklung ist selbstverständlich ein relevanter Belastungsfaktor – das bestreite ich nicht.
Allerdings ist Demografie kein Systemargument. Wäre sie tatsächlich der bestimmende Faktor für die Funktionsfähigkeit der Rentenversicherung, dann hätte das System die letzten 25 Jahre nicht überstanden. Dass es das hat, zeigt: Die Rentenversicherung ist politisch stabilisierbar – wenn man es will.
Die von Ihnen genannten Punkte betreffen die Frage, wie man die Finanzierung unter heutigen Bedingungen gestaltet. Das ist wichtig, aber es ersetzt nicht die Systemfrage. „Sachzwänge“ wie Demografie oder internationale Konkurrenz sind keine Naturgesetze, sondern Rahmenbedingungen, auf die Politik sehr unterschiedlich reagieren kann.
Genau diese Unterscheidung wollte der Artikel sichtbar machen:
Demografie erklärt Belastungen, aber sie bestimmt nicht, wie ein Sozialstaat aussehen muss.