Ich teile ihre Ansicht nicht, und ich kenne auch die "unschönen" Stellen im AT. Da brauchen sie mich nicht darauf hinweisen und ihr Reflex ist verständlich. Auch wenn es manchmal schwerfällt, die Anweisungen Gottes an sein Volk bei der Landnahme lassen sich mit seiner Liebe zu allen Menschen vereinbaren.
Die Völker, um die es hier ging, übten Praktiken und Traditionen aus, die das Leben und die Würde der Menschen zutiefst verachteten. Trauriger Höhepunkt ihrer Gräueltaten war z.B. die Opferung ihrer eigenen Kinder für die Gottheiten Moloch oder Baal (3Mos 18,21– 26; 5Mos 9,4 u. 12,29–31). Bereits 400 Jahre zuvor wurde angekündigt, was mit diesen Völkern deshalb geschehen würde – Gott wartete viele Generationen ab, bis „das Maß voll“ (1Mos 15,16) war. Er war sogar bereit, sein angekündigtes Gericht abzuwenden, wenn sich ihm eine gewisse Anzahl zugewandt und aufgehört hätte, Böses zu tun (1Mos 18,24–33). Einzelne, die Gott anerkannten, erfuhren Gnade und blieben vor seinem Gericht verschont (Jos 2,12 u. 6,25). Gott handelte so, um die weitere Ausbreitung von Unrecht in dieser Welt einzudämmen und um schlimmere Konsequenzen für die Menschheit zu verhindern.
Wenn man dann dazu die Errettung der Menschen durch den Tod und die Auferstehung seines Sohnes mit betrachtet sollte klar werden, dass der Gott der Christen ein liebender Gott ist, der niemand zwingt sein Rettungs-Angebot anzunehmen.
Übrigens habe ich keine "Religion" sondern eine Beziehung zu Jesus. Das hat eine andere Qualität, die ich nur jedem wünsche.