Gesundheit

DGHS-Präsident RA Prof. Robert Roßbruch

Vor der Bundestagsdebatte

DGHS-Präsident redet mit Abgeordneten über Suizidhilfe

Wenige Tage vor der Ersten Lesung von drei Gesetzentwürfen zur Suizidhilfe im Bundestag hat Prof. Robert Roßbruch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS), Vertreter der beiden liberalen Gesetzentwürfe zu persönlichen Gesprächen aufgesucht. Sein Resümee: "Die Gespräche waren von einem offenen und konstruktiven Austausch gekennzeichnet und zeigten, dass es ungeachtet aller zu klärenden offenen Fragen Bundestagsabgeordnete gibt, die sich mit großem Engagement der Thematik der Suizidhilfe widmen."

"Eine gesetzliche Neuregelung der Suizidhilfe ist unnötig und unklug"

Der Zentralrat der Konfessionsfreien ruft die Abgeordneten des Bundestages dazu auf, kein neues Gesetz zur Suizidhilfe zu erlassen, das die Selbstbestimmung am Lebensende einschränkt. Anlässlich der ersten Beratung am Freitag hat der Verband in "zehn Fragen und Antworten zur Suizidhilfe" dargelegt, dass keiner der drei vorliegenden Gesetzentwürfe in Einklang mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts steht.

Dr. med. Jördis Frommhold

Interview

Corona-Langzeitfolgen: Ein unterschätztes Problem?

Der Sommer ist da, Großveranstaltungen finden wieder ungehindert statt, Masken werden kaum noch getragen. Man kann den Eindruck gewinnen, als gäbe es Corona nicht mehr. Unabhängig von den absoluten (gemeldeten) Infektionszahlen – die seit Kurzem wieder steigen – bleiben die Patienten, die ihre Covid-Erkrankung nach der Akutphase nicht loswerden. Long Covid kann nach wie vor entstehen. Der hpd hat mit einer Expertin darüber gesprochen.

Unterschätztes Vertrauen beeinflusst Corona-Impfquote

Zum Herbst die Impfquote erhöhen – ganz ohne Zwang. Wie dies bewerkstelligt werden könnte, zeigt die Studie eines internationalen Forschungsteams unter Beteiligung des Max-Planck-Instituts für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen. Demnach hängt die Bereitschaft der Menschen, sich impfen zu lassen, mit dem vermuteten Vertrauen der Ärzteschaft in die Impfung zusammen. Allerdings zeigt die Untersuchung eine große Diskrepanz zwischen den Annahmen der Bevölkerung und der tatsächlichen Meinung der Ärzteschaft.

Traditionelle Chinesische Pseudomedizin

"Zhōngyīxué" wird in China die "Lehre der Chinesischen Medizin" genannt, die dort neben der evidenzbasierten Medizin einen hohen Stellenwert hat. Im Westen kennen wir diese unter dem Begriff "Traditionelle Chinesische Medizin". Diese entstand zu einer Zeit, in der das medizinische Verständnis weitestgehend noch auf magischem Denken beruhte. Die meisten der verschiedenen Behandlungsformen, die dabei auch heute noch Anwendung finden, basieren auf Konzepten, die sich wissenschaftlich als nicht haltbar herausstellten.

Homöopathiebeschluss des Bundesärztetages

Jetzt aber!

Das Jahr 2018 brachte eine Enttäuschung für die Kritiker der Homöopathie: Obwohl das vorher sowohl in Fachkreisen wie der Allgemeinheit vieldiskutierte "Münsteraner Memorandum Homöopathie" die Abschaffung der "Zusatzbezeichnung Homöopathie" in der Musterweiterbildungsordnung der Bundesärztekammer eingefordert hatte, befasste sich der Bundesärztetag in Erfurt gar nicht erst mit diesem Thema. Nun hat der Bundesärztetag 2022 mit großer Mehrheit diesen überfälligen Schritt nachgeholt.

Im Kanton Zürich muss in Alters- und Pflegeheimen Suizidhilfe zugelassen werden

Die Diskussion um die Zulassung von Suizidhilfeorganisationen in Alters- und Pflegeheimen und ihre Verankerung in den kantonalen Gesundheitsgesetzen steht derzeit in verschiedenen Kantonen auf der politischen Agenda. Am Montag, dem 23. Mai 2022, wurde darüber im Zürcher Kantonsrat debattiert und entschieden: Alters- und Pflegeheime im Kanton Zürich müssen künftig ermöglichen, dass ihre Bewohnerinnen und Bewohner vor Ort Suizidhilfe in Anspruch nehmen können.

Interview: Schulsozialarbeiterinnen von SOS-Kinderdorf über die Auswirkungen der Corona-Pandemie

"Der Leistungsdruck ist geblieben, die Zukunftsangst gestiegen"

Seit Anfang Mai müssen sich Schüler*innen, Lehrkräfte und Beschäftigte in den Schulen nicht mehr testen lassen; auch die Maskenpflicht an Schulen wurde stark gelockert. Doch kann von Entwarnung in der Corona-Krise wirklich schon die Rede sein? Welche langfristigen Auswirkungen für die jungen Menschen gibt es? Haben Leistungsdruck und Zukunftsängste zugenommen? Was belastet Schulkinder heute besonders? Verena Manz und Verena Kapferer, beide Schulsozialarbeiterinnen des SOS-Kinderdorfs Göppingen, erklären die Auswirkungen auf schulische Leistungen, ob Schüler*innen fehlende Erfolgserlebnisse auffangen und aus der Pandemie sogar lernen können.