Gesundheit

Interview

Stressforscher fordert neue Verkehrskonzepte

Der Stressforscher Mazda Adli fordert eine systematische Umgestaltung der Innenstädte, um die Gesundheit der Stadtbewohner zu verbessern. Veränderungen seien "das Gebot der Stunde" in einer "sich rasant urbanisierenden Welt", sagte der Psychiater von der Berliner Charité der Wochenzeitung "Das Parlament". Nach Ansicht Adlis müssen vor allem die Verkehrskonzepte besser an die Bedürfnisse der Menschen angepasst werden.

Hanfpflanzen

Behörde wollte Krankem Führerschein wegen Hanfmedikament verbieten

Autofahren mit Hanfmedikation in Österreich möglich

Andy Klingler aus Thierbach in Tirol ist ein zäher Kämpfer. Er kämpft gegen seine schwere Krankheit und er kämpft für die Legalisierung von Hanf im medizinischen Bereich. Er leidet an der Stoffwechselerkrankung Adrenomyeloneuropathie, die unheilbar ist. Die Beweglichkeit seiner Beine ist durch Spastiken eingeschränkt, sodass er nur mit Krücken gehen kann. Trotzdem nimmt Andy Klingler regelmäßig am Wien-Marathon teil. 11,2 km legt er letztes Mal dabei zurück, denn Andy Klingler lässt sich nicht unterkriegen.

Kommentar zum staatlichen Verbot der Suizidhilfe in Deutschland

Ein Eingriff in die Selbstbestimmung

Der Deutsche Ethikrat behauptet, dass eine ausnahmsweise Zulassung des Medikaments Natrium-Pentobarbital (NaP), wie sie das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am 2. März 2017 beschloss, der staatlichen Neutralität gegenüber Lebenswertvorstellungen widerspreche. Der Verein DIGNITAS – Menschenwürdig leben – Menschenwürdig sterben ist anderer Meinung: Nicht die ausnahmsweise Zulassung, sondern ein Verbot der Abgabe widerspricht dem Prinzip der Neutralität gegenüber individueller Lebensgestaltung und stellt einen unzulässigen staatlichen Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht des Menschen dar.

Peter Dabrock

Kommentar

Ethikratsvorsitzender setzt auf "getreuen Heiland Jesu Christi"

Der Deutsche Ethikrat hat in seiner jüngsten Empfehlung zur Suizidhilferegelung dem Bundestag nahegelegt, gegen das einschlägige Urteil des Leipziger Bundesverwaltungsgerichtes vorzugehen. Dieses hatte schwerstkranken Sterbewilligen in einer "extremen Notlage" das Recht zugesprochen, zur Selbsttötung Natrium-Pentobarbital beziehen zu dürfen. Dem Ethikratsvorsitzenden und Theologieprofessor Prof. Peter Dabrock, geht demgegenüber "das Herz auf" im Bekenntnis an "Jesu Christi, der die Liebe des geglaubten Gottes verkörpert".

Trennungs-Kinder ohne Vaterkontakt entwickeln pathologische Ablehnung

Das "Alienation Syndrom"

Am Vatertag gibt es für Trennungskinder ohne Kontakt zum Papa wenig Grund zum Feiern, ebenso wenig wie für die "entsorgten Väter". Faktum ist: Rund 15% aller Scheidungen sind hochstrittig. Laut einer Studie des Deutschen Jugend Instituts 2016 hat ein Drittel der Kinder nach der Trennung der Eltern, keinen Kontakt zum getrennt lebenden Elternteil. In Österreich verhält es sich ähnlich. In der Regel geht die Beziehung zwischen Vater und Kind verloren.

Das Verhütungsmuseum in Wien wird 10 Jahre alt

Ein weltweit einzigartiges Museum: von jungen Menschen geliebt, von der Fachwelt anerkannt, von konservativer Politik nach wie vor ignoriert. Das MUVS dokumentiert den Weg zu selbstbestimmter Fruchtbarkeit und Sexualität. Starke Nachfrage erfordert nun Vergrößerung. Und am Donnerstag den 1.Juni wird gefeiert.

Zur Leipziger Urteilsbegründung

Tödliche Mittel als letzte Therapie

Spektakuläre Töne in der jetzt veröffentlichten Begründung des Bundesverwaltungsgerichts zur prinzipiell erlaubten Abgabe von tödlichen Mitteln an Suizidwillige: Freitodhilfe durch Natrium-Pentobarbital als mögliche letzte Therapie – man mag es kaum glauben. Und die Reise zu einer Schweizer Sterbehilfeorganisation stelle "wegen der damit verbundenen Belastungen keine zumutbare Alternative" für die Betroffenen dar. So human klang es selten aus dem Mund Deutscher Richter. Allerdings mussten sie dafür einige juristische Klimmzüge vollbringen. Und die Umsetzung des letztinstanzlichen Urteils steht in den Sternen.