Antisemitismus

Die Blumen an ihrem Bestimmungsort

Blumen nach Auschwitz

Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg – Nazi-Deutschland war besiegt. Endlich. 80 Jahre später stehen vier Frauen – drei Lebenskundelehrerinnen und eine Dozentin der Humboldt-Universität – in Auschwitz. Unsere Autorin berichtet davon, wie die Frauen Blumen an einen Ort bringen, der für das absolute Grauen steht.

Grablegung

Die Passionsgeschichten der biblischen Evangelien

Historische Hauptursache des seit dem 7. Oktober 2023 wieder stärker diskutierten Antisemitismus ist die im Neuen Testament begründete religiöse Judenfeindschaft, auf der der verhängnisvolle rassische Antisemitismus des 19. und 20. Jahrhunderts und teilweise darüber hinaus aufbauen konnte. Am Beginn und im Zentrum der Erlösungsreligion Christentum stehen die neutestamentlichen Passionserzählungen. Sie sind im Detail weitgehend unbekannt und unverstanden. Das trägt mit zu dem traurigen Umstand bei, dass sogar der akademische Nachwuchs oft nicht in der Lage ist, zwischen dem unseligen Antisemitismus und der Kritik an der Regierung des Staats Israel zu unterscheiden.

KZ-Gedenkstätte Buchenwald

Buchenwald-Gedenkfeier: Zur Ausladung von Omri Boehm

Zum 80. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald sollte der deutsch-israelische Philosoph Omri Boehm eine Rede halten. Jens-Christian Wagner, der Leiter der Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, hatte Boehm zunächst eingeladen, ihn aber auf Druck der israelischen Regierung wieder ausgeladen. Der Eklat rund um Boehm wirft Fragen auf und überschattet die Feierlichkeiten.

Die letzten Stimmen des Holocaust

Im gleichnamigen Buch von Louis Pawellek erinnern sich zwölf Überlebende eindrücklich an ihre Schicksale unter der Nazi-Diktatur. Im Jahr 2014 traf der Autor für ein Schulprojekt eine Zeitzeugin, die den Holocaust überlebt hat. Danach entwickelte er den Wunsch, weitere überlebende Opfer der Nazi-Schreckensherrschaft persönlich kennenzulernen und ihre Geschichten aufzuschreiben. So entstand das Buch "Die letzten Stimmen des Holocaust".

Foto des Jungen aus dem Warschauer Ghetto

Der Antisemitismus ist die Furcht vor dem Menschsein

Antisemitismus, also Hass und Ablehnng gegen Juden und alles vermeintlich Jüdische, gehört zu den drängenden Problemen der Gegenwart. Doch er ist alles andere als ein neues Phänomen. Der französische Denker Jean-Paul Sartre hat sich in seinem 1946 erschienenen Essay "Réflexions sur la question juive" ausführlich mit der Funktion von Antisemitismus in der Gesellschaft auseinandergesetzt. Demnach handelt es sich um einen Sündenbock-Mechanismus, der individuelle Unsicherheiten ebenso wie gesellschaftliche Machtstrukturen stützt. Michael Scholz hat Sartres klassischen und beklemmend aktuellen Essay gelesen.

Atlantis

Die Ariosophie – Eine Spurensuche

Antisemitismus und Arierkult: Viele heidnische Gemeinschaften distanzieren sich heute ausdrücklich von solchem Gedankengut. Anders war es in der Ariosophie. Diese Pseudoreligion verschmolz Anfang des 20. Jahrhunderts rassistische, esoterische und theosophische Elemente miteinander. Nach Ansicht ihrer Anhänger sollte sie das Christentum, insbesondere den Katholizismus, in Deutschland ersetzen.

Robbi Maier

Warum gbs-Stifter Robert "Robbi" Maier aus der SPD austritt

Am Donnerstag erklärte Robert Maier, Stifterkreismitglied der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) und Sohn der früheren SPD-Politikerin Ingrid Matthäus-Maier, seinen Austritt bei den Sozialdemokraten. 20 Jahre lang war er Mitglied der Partei gewesen, 2019 hatte er für den Vorsitz kandidiert. In einem fünfseitigen Offenen Brief legte er im Business-Netzwerk LinkedIn dar, warum er die SPD nicht mehr als "seine" Partei erkennt.

Antisemitismus in Österreich: "Ein beunruhigendes Bild"

Immer mehr Menschen in Österreich vertreten antisemitische Positionen. Das ist eines der ersten Ergebnisse einer repräsentativen Befragung unter mehr als 2.000 Personen. Besonders großen Zuspruch findet Antisemitismus an den rechten und linken Rändern des politischen Spektrums, wobei Befragte mit extrem rechten Positionen die höchsten Zustimmungswerte zeigen. Die Autoren der Studie sehen darin einen Anlass, das verbreitete Bild vom "linken Antisemitismus" zu relativieren.