Bücher

Interview

"Die Klischees enthalten einen wahren Kern"

Der Buddhismus hat in der westlichen Welt ein gutes Image. Selbst wenn es zu religiös motivierten gewalttätigen Übergriffen durch Buddhisten kommt, hinterlässt dies keine tiefen Spuren. Während dies vielleicht durch Geschichte und Gegenwart der größeren Weltreligionen Christentum und Islam erklärt werden könnte, ist es schwer, eine Begründung dafür zu finden, warum es bislang keine systematisch-kritische Darstellung der Lehre des Buddhismus gab.

Waren die Nazis wirklich "Humanisten"?

Die große Harari-Ver(w)irrung

Der israelische Historiker Yuval Noah Harari hat mit seinen Büchern "Eine kurze Geschichte der Menschheit" und "Homo deus" internationale Bestseller vorgelegt. Tragischerweise sind ihm in der Analyse haarsträubende Fehler unterlaufen, die nicht unwidersprochen bleiben dürfen. Ein Kommentar von Michael Schmidt-Salomon.

Religionswissenschaftler Prof. Dr. Perry Schmidt-Leukel

"Der Buddhismus ist keine Pop-Religion"

Westliche Beobachter sehen den Buddhismus zu sehr durch eine "rosarote Brille". "Während er früher und teils heute noch als pessimistisch und nihilistisch wahrgenommen wurde, finden sich inzwischen zahlreiche Klischees vom Buddhismus als leichter Pop-Religion, friedfertig und tolerant, als Spiritualität ohne Dogmen und Glaubensvorstellungen, gar ohne Gott", schreibt der Religionswissenschaftler und anglikanische Theologe Prof. Dr. Perry Schmidt-Leukel in seinem neuen Einführungsband "Buddhismus verstehen" aus dem Gütersloher Verlagshaus.

20. Jubiläum

Harry Potter und seine religiösen Feinde

Viele Kinder und Jugendliche fanden ihren ersten Zugang zur Literatur über die Harry-Potter-Reihe, die gestern ihr 20. Jubiläum feierte. Doch die weltweit beliebte Geschichte von der magischen Welt hat nicht nur Fans. Insbesondere von christlich-fundamentalistischer Seite wurde die Potter-Lektüre regelmäßig angefeindet. 

Interview

Konfessionsfreie im Recht

Soeben erschienen ist der zweite Band in der von Horst Groschopp herausgegeben Reihe "Humanismusperspektiven". Der Sammelband von Thomas Heinrichs "Religion und Weltanschauung im Recht" enthält acht Aufsätze zu aktuellen Themen wie dem Religions- und Ethikunterricht an der Schule, der Integration des Islams und dem kirchlichen Arbeitsrecht. Der Autor benennt den dringenden Reformbedarf und macht hierfür Vorschläge auch unter Berücksichtigung der europarechtlichen Rahmenbedingungen. Martin Bauer hat mit ihm über einige seiner Einschätzungen und Forderungen gesprochen.

Interview

Tectum-Verlag zukünftig ohne Religionskritik

Wie der hpd erfuhr, wurde der Tectum-Verlag, in dem unter anderem die Bücher von Uwe Lehnert, Rolf Bergmeier, Joachim Kahl, Horst Groschopp und anderer religionskritischer Autoren verlegt wurden, verkauft. Wir sprachen mit Heinz-Werner Kubitza, der den Verlag vor einem knappen Vierteljahrhundert gründete.

Interview mit Horst Groschopp nicht nur über sein neues Buch

Pro Humanismus

Ein neues Buch von Horst Groschopp wird vom Alibri Verlag gerade ausgeliefert. Der Titel ist Pro Humanismus. Die Publikation eröffnet eine neue Reihe "Humanismusperspektiven" – einem früheren Titel des Autors folgend. Das neue Buch behandelt die jüngere Geschichte der "Konfessionsfreien" in Deutschland. Den Fokus bildet die Aneignung, Ausformung und "Anwendung" des Humanismus. Der Band enthält eine umfängliche Dokumentation kontroverser Standpunkte. Der hpd sprach mit dem Autor.

Zum 100. Todestag von Jack London

Die missachtete philosophische und politische Dimension eines Schriftstellers

2016 ist gleich in doppeltem Sinne ein Jack London-Jahr: Es jährt sich sowohl sein 140. Geburtstag wie sein 100. Todestag. Der Autor gehört zu den meistgelesenen Schriftstellern der Welt. In Deutschland erschienen seine Romane meist gekürzt, wodurch der Eindruck von einem Jugend- und Spannungsautor entstand. Abenteuergeschichten aus dem Alaska der Goldrausch-Ära schrieb London tatsächlich. Aber die Reduzierung des Schriftstellers auf diese Sicht ist nicht angemessen. Denn sie unterschlägt sowohl die philosophischen Komponenten wie die politische Orientierung seines Werks.

Michael Schmidt-Salpmon

Gelungener Auftakt des Humanistischen Salons in Nürnberg

Michael Schmidt-Salomon las aus "Grenzen der Toleranz"

Am 13. November las Michael Schmidt-Salomon in Nürnberg vor vollem Saal aus seinem neuen Buch "Grenzen der Toleranz". Etwa 130 Zuhörer waren bei diesem ersten Termin des Humanistischen Salons in den großen Saal des Stadtparkrestaurants "Parks" gekommen, um die Gedanken des GBS-Vorstandssprechers zu einem der brennendsten Fragenkomplexe der Zeit zu hören.