Forschung

Bonobos im LuiKotale-Wald im Salonga Nationalpark, Demokratische Republik Kongo, beim Verzehr jodhaltiger Wasserpflanzen.

Bonobos decken Jodbedarf durch Wasserpflanzen

Forschende des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig haben im Kongobecken erstmals Bonobos dabei beobachtet, wie sie in den Sümpfen nach jodreichen Wasserpflanzen suchen und diese verzehren. Jod ist ein für die Entwicklung des Gehirns und der höheren kognitiven Fähigkeiten äußerst wichtiger Nährstoff.

Oberschenkelknochen eines männlichen Neandertalers aus der Hohlenstein-Stadel-Höhle in Deutschland.

Vorfahren aller späteren Neandertaler lebten schon vor 120.000 Jahren in Europa

Die frühe Geschichte der Neandertaler in Europa

Forschende haben am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig Teile des Erbguts von zwei etwa 120.000 Jahre alten Neandertalern aus Deutschland und Belgien sequenziert. Die Analysen dieser Erbgut-Sequenzen ergaben, dass die letzten Neandertaler, die vor etwa 40.000 Jahren lebten, zumindest teilweise von diesen etwa 80.000 Jahre älteren europäischen Neandertalern abstammen. 

Drosselrohrsänger

Neues Modell zur Ausbreitung von Lebewesen

Die Biologin Jitka Polechová erstellte in einem vom Wissenschaftsfonds FWF finanzierten Projekt ein theoretisches Modell zur Beschreibung der Ausbreitung von Tier- und Pflanzenarten. Sie konnte zeigen, dass die zugrundeliegenden Mechanismen einfacher sind als bislang gedacht, was wichtige Konsequenzen für den Artenschutz hat.

Hanfpflanze

Funde belegen:

Cannabis-Konsum seit 2.500 Jahren

Seit Jahrtausenden wird Hanf in Ostasien als Ölsaat- und Faserpflanze angebaut. Die darin enthaltenen Cannabinoide gehören heute zu den weltweit am häufigsten verwendeten psychoaktiven Substanzen. Über die frühe Nutzung der Pflanze als Rauschmittel ist jedoch wenig bekannt.

CRISPR-Cas9 hat die Genom-Editierung revolutioniert.

Stellungnahme zur Genom-Editierung veröffentlicht

Wissenschaftler lehnen Veränderung der menschlichen Keimbahn derzeit noch ab

Die rasante Entwicklung von CRISPR‐Cas und anderen Techniken zur Genom‐Editierung werfen eine Vielzahl wissenschaftlicher, rechtlicher und ethischer Fragen auf. Die Max-Planck-Gesellschaft möchte die Expertise ihrer Wissenschaftler in die wissenschaftliche und gesellschaftliche Debatte einbringen. In einem Positionspapier hat sie deshalb ihren Standpunkt zur Genom-Editierung formuliert.

Überlegungen zur Disziplin der Maschinenethik

Vor der Maschinenethik liegt ein weites Feld

Der hpd veröffentlichte Ende April den Artikel "Ein Moralkompass für Maschinen". Darin wurde gesagt, dass "die Debatte um eine sinnvolle und praktikable Maschinenethik gerade erst begonnen hat." Dem widersprach Professor Oliver Bendel und stellte dem hpd einen Artikel zur Verfügung, der bereits im Februar 2018 in der Zeitschrift "Aus Politik und Zeitgeschichte" veröffentlicht worden ist.

Verbrennung fossiler Rohstoffe ist wichtigste Ursache für Luftverschmutzung und Gesundheitsbelastung

Globale Energiewende könnte Millionen Menschenleben retten

Die Reduktion der weltweiten Luftverschmutzung kann Millionen von Menschenleben retten. Dies zeigt ein internationales Wissenschaftlerteam mit einer neuen Studie. Den wichtigsten Beitrag dazu würde der schnelle Ausstieg aus der Verbrennung fossiler Energieträger liefern – ein Schritt, der derzeit vor allem aus Gründen des Klimaschutzes gefordert wird.