Geschichte

Joss Bachhofer und Wolfram P. Kastner

Ästhetische Intervention am Denkmal für das Freikorps Oberland

Kunst gegen das Vergessen

BERLIN. (hpd) Gestern haben die beiden Aktionskünstler Wolfram P. Kastner und Joss Bachhofer an der Georgskapelle am Weinberg in Schliersee eine Gedenktafel für das "Freikorps Oberland" ersetzt.

Jorge Mario Bergoglio

Ehrung für Papst Franziskus

Mit dem Karlspreis zurück ins Mittelalter

BERLIN. (hpd) Heute, am Freitag, 06. Mai 2016, knallen die Sektkorken. Es wird der Internationale Karlspreis an Seine Heiligkeit, Papst Franziskus, verliehen. Eigentlich findet die Verleihung traditionell am Feiertag "Christi Himmelfahrt" im Krönungssaal des Rathauses der Stadt Aachen statt, aber diesmal reist die Schar der Karl-Verehrer nach Rom, um einen Papst vom anderen Ende der Welt für seine Verdienste um Europa zu ehren. Terminschwierigkeiten haben dazu geführt, die Verleihung einen Tag nach Christi Himmelfahrt zu zelebrieren, dem Tag "an dem der Gottessohn von einer Wolke aufgenommen und ihren Blicken entzogen wurde".

Beisspuren am Knochen

Große Raubtiere jagten einst Menschen

Frühmenschen bei Raubtieren auf dem Speiseplan

LEIPZIG. (mpg) Ein internationales Forscherteam um Camille Daujeard vom Muséum National D'Histoire Naturelle in Paris und Jean-Jacques Hublin vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig hat Zahnspuren auf dem 500.000 Jahre alten Oberschenkelknochen eines Homininen aus einer Höhle in Marokko analysiert. Dabei fanden die Forscher heraus, dass dieser von großen Fleischfressern, wahrscheinlich von Hyänen, verspeist worden war.

Rezension

Karl, der durchgestrichne Große

BERLIN. (hpd) Der Strich durch den Namenszusatz "der Große" auf dem Buchdeckel deutet es bereits an: Der Historiker Rolf Bergmeier sieht Karl vermutlich nicht als einen "Großen". Das scheint im ersten Moment nichts zu sein, was einem den Schlaf rauben muß. Karl ist mehr als 1200 Jahre tot. Warum war es dem Autor die Mühe eines Buches wert, sich mit der Frage nach seiner Größe zu befassen?

Die Diskussion um die Person Luthers nimmt Fahrt auf

Warum Martin Luther ein Antisemit ist!

DEIDESHEIM. (hpd) Seit sich die niederländische Kirche nach intensiven Beratungen mit jüdischen Organisationen in Hinblick auf das Lutherjahr 2017 von Martin Luthers Antisemitismus distanziert hat, scheint eine ernsthafte Diskussion über den Umgang mit dem Reformator auch in Deutschland in Gang zu kommen. Umstritten ist dabei seine Rolle als Wegbereiter des Antisemitismus, der im Holocaust seinen hoffentlich letzten Höhepunkt gefunden hat.

Rezension

Die Korrektur eines Mythos – Karl der "Große"

OSTERWITZ/AT (hpd) In Kenntnis der Bücher des Historikers Rolf Bergmeier (z.B. "Schatten über Europa", "Christlich- abendländische Kultur – eine Legende", "Kaiser Konstantin und die wilden Jahre des Christentums") sind die Erwartungen hoch gesteckt und werden – das sei vorweggenommen – nicht enttäuscht.

Werl: Marktplatz mit Wallfahrtsbasilika

Werler "Erinnerungskultur" heißt nicht nur Erinnern, sondern auch Verdrängen und Vergessen!

Fünf Jahre Planung für ein paar Stolpersteine!

WERL. (hpd) Wie die westfälische Wallfahrtsstadt Werl die Vergangenheit der Judenverfolgung in der Stadt aufarbeitet und dabei die eigene Schande, wie sie die Juden aus der Stadt vertrieben haben, ausblendet. Der Genozid an über 70 Menschen aus Werl, die auch namentlich bekannt sind und innerhalb weniger Jahre als Hexen und Zauberer in der Stadt ermordet wurden, scheint ins Vergessen zu geraten.

Feldgottesdienst für deutsche Soldaten

Kriegspredigten von 1933 bis 1945

Auf in den Tod!

GRAZ. (hpd) Prof. Dr. Anton Grabner-Haider geht in seinem Artikel den Spuren der Theologie in der NS-Ideologie nach. Die Grundthese lautet, dass ohne die Kriegspredigten von 1914 bis 1918 diese Großideologie gar nicht entstehen hätte können. Sie hätte ohne die Unterstützung der Theologen und der Kirchenleitungen ihre politische und militärische Effizienz nie erreichen können.

Mustafa Haikal dokumentiert: Menschenaffen als europäische Sensation

In den Dschungel der Städte verschleppt

BERLIN. (hpd) Der Anatom Edward Tyson schrieb bereits 1699: "Doch bei dem mit höchster Sorgfalt vorgenommenen Vergleich des Gehirn (mit dem eines Menschen) bereitet die Entdeckung der großen Ähnlichkeit … eine so außerordentliche Überraschung, wie sie größer nicht sein könnte." Solche historischen Texte und viele Stiche präsentiert die Ausstellung "Unheimliche Nähe. Menschenaffen als europäische Sensation" in der Universitätsbibliothek Leipzig.

Geschichte: Die Kongo-Krise von 1960/61

Wie Eigeninteressen die Zukunft eines Landes zerstören

BERLIN. (hpd) Die Geschichte des Kongos zählt wohl zu den tragischsten Kapiteln der Kolonial- und Postkolonialzeit. Sie ist geprägt von Hoffnung und Idealismus, aber auch Brutalität und äußerster Gewalt. Im Hinblick auf die vergangenen Jahrzehnte erkennt man, welches Vermächtnis Europa diesem Land hinterließ. Es zeigt, zu was manche Akteure bereit sind, um Einfluss in einem bestimmten Gebiet zu wahren - und was das für die einheimische Bevölkerung bedeutet.