Rezension

Das neue Buch von Volker Weiß zur Neuen Rechten

Nicht der Islam, die Moderne ist der Feind

Der Historiker Volker Weiß legt mit "Die autoritäre Revolte. Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes" eine Darstellung zur Entwicklung der intellektuellen "Rechten" vor. Einerseits beeindruckt sein Fachwissen durch die jahrlange Beschäftigung mit dem Thema, andererseits wirkt die Beschreibung und Einschätzung doch sehr journalistisch und hätte den Forschungsstand noch genauer aufarbeiten können.

Rezension

Gründe für und Präventionsstrategien gegen Salafismus

Der Erziehungswissenschaftler Ahmet Toprak und der Sozialwissenschaftler Gerrit Weitzel haben den Sammelband "Salafismus in Deutschland. Jugendkulturelle Aspekte, pädagogische Perspektiven" mit zwölf Beiträgen zur Attraktivität für Salafismus und Präventionsstrategien dagegen herausgegeben. Auch wenn der Band durch fehlende inhaltliche Abstimmung und häufigere Wiederholungen geprägt ist, liefern die Erörterungen zu den Attraktivitätspotentialen des Salafismus wichtige Anregungen für eine differenzerte Ursachenanalyse.

Leitfaden für eine feministische Erziehung

"Frauen sind Menschen wie Männer"

Die nigerianische Schriftstellerin Chimamanda Ngozi Adichie hat 2012 mit "We should all be feminists" einen fulminanten Aufruf für eine Gleichheit der Geschlechter verfasst. Mit einem Brief an ihre Freundin Ijeawele legt sie nun einen konzentrierten Leitfaden für eine feministische Erziehung vor.

Ein Tabuthema wird angesprochen

Tötungen in Krankenhäusern

Der Fall Niels H. erschütterte 2005 Deutschland: Der Krankenpfleger soll von 1999 bis 2005 bis zu 43 Morde in Krankenhäusern in Delmenhorst und Oldenburg begangen haben – die größte Mordserie Deutschlands, doch abgetan als ein Einzelfall. Der Mediziner Prof. Dr. Karl H. Beine und die Journalistin Jeanne Turczynski zweifeln dies an – und veröffentlichen nun das Buch "Tatort Krankenhaus – Wie ein kaputtes System Misshandlungen und Morde an Kranken fördert".

Rezension

Gründe für und Präventionsstrategien gegen Salafismus

Der Erziehungswissenschaftler Ahmet Toprak und der Sozialwissenschaftler Gerrit Weitzel haben den Sammelband "Salafismus in Deutschland. Jugendkulturelle Aspekte, pädagogische Perspektiven" mit zwölf Beiträgen zur Attraktivität für Salafismus und Präventionsstrategien dagegen herausgegeben. Auch wenn der Band durch fehlende inhaltliche Abstimmung und häufigere Wiederholungen geprägt ist, liefern die Erörterungen zu den Attraktivitätspotentialen des Salafismus wichtige Anregungen für eine differenzerte Ursachenanalyse.

Ein grottenschlechter Titel für ein cooles Buch

"Newton – Wie ein Arschloch das Universum neu erfand"

Dass es der promovierte Astronom Florian Freistetter wie kaum ein Zweiter versteht, Wissenschaft gut verständlich darzustellen und auch komplizierte Sachverhalte einem breiten Publikum zu vermitteln, demonstrierte er bereits mit mehreren Büchern und stellt es auch nahezu täglich mit seinem weitum geschätzten Wissenschaftsblog Astrodicticum simplex unter Beweis; dass er auch kabarettistische Fähigkeiten besitzt, zeigt er als Mitglied der Science Busters; auch, dass er locker, humorvoll-flapsig, formulieren kann, steht außer Frage. Ob er allerdings diesbezüglich beim vorliegenden Buch nicht übers Ziel hinausgeschossen ist, dürfte streitig - und eine Geschmacksfrage - sein. 

Eine kritische Betrachtung zum ideengeschichtlichen Hintergrund

Die AfD-Berufung auf das "Volk"

Der Historiker Michael Wildt geht in "Volk, Volksgemeinschaft, AfD" auf die ideengeschichtliche Entwicklung der beiden erstgenannten Begriffe ein, um danach die Berufung der AfD auf das "Volk" zu untersuchen. Erst nach zwei Dritteln kommt der Autor zum eigentlichen Thema, wobei er auf die AfD-Orientierung auf ethnische Homogenität kritisch hinweist. 

"Gebrauchsanweisung für das Leben"

Die Augen zur Welt öffnen

Andreas Altmann hat sein inzwischen zwanzigstes Buch veröffentlicht. Wie immer ist es prall voll Leben, voller Miniaturen an Beobachtungen und lebendigen Skizzen von allerlei Menschen. Es ist vielleicht keine "Gebrauchsanweisung für das Leben" – es ist aber unbedingt eine Gebrauchsanweisung für unser eigenes.

Der IS und der Staatszerfall – eine Analyse von Pierre-Jean Luizard

Der französische Historiker Pierre-Jean Luizard führt in "Die Falle des Kalifats. Der Islamische Staat oder die Rückkehr der Geschichte" den Erfolg der Organisation auf den Staatszerfall zurück. Auf engem Raum gelingt es dem Autor, diesen Kontext zu begründen und auch die Fehler westlicher Politik zu benennen, was nicht unbedingt neu und originell, aber beachtenswert und reflexionswürdig ist.