Trennung von Staat und Kirche

Säkulare Buskampagne 2019 – Tag 6: Kiel

Kiels kleines säkulares Geheimnis

Die Hafenstadt beehrte den Bus mit – für Kieler Verhältnisse – herrlichstem Wetter, das trotz Unwetterwarnung hielt. So konnten die Stadtrundfahrten, auf denen die Busgäste viel Geschichtliches und Säkulares über die Stadt erfahren konnten, mit offenem Verdeck stattfinden. Am Abend diskutierten Michael Schmidt-Salomon und Volker Beck auf einer vielbeachteten Veranstaltung in der Universität.

Säkulare Buskampagne 2019 – Tag 3 und 4

CDU-Politiker: "Die Trennung von Staat und Kirche ist ausreichend gut gewährt"

Am dritten und vierten Kampagnen-Tag standen Rostock, Schwerin und Hannover auf dem Tourplan. Während sich das Interesse im Osten zurückhielt, war es in Niedersachsen umso größer. Dort gab es auch eine unverhoffte Begegnung mit dem stellvertretenden Ministerpräsidenten, der die Position seiner Partei zum Thema weltanschauliche Neutralität des Staates noch einmal deutlich machte.

So hatte der Chef der PR-Car-Firma das Plakat "verändert".

Säkulare Buskampagne 2019 - Tag 2: Berlin

Angst vor dem Wort "Islam"

Das Unternehmen, das die Buskampagnen-Motive mit fahrbaren Werbeflächen durch die Straßen von Berlin transportierte, manipulierte die Grafiken in vorauseilendem Gehorsam. Nach entsprechenden Interventionen konnte das Motiv am zweiten Tag der Buskampagne aber wieder wie geplant gezeigt werden. Außerdem gab es eine Stadtrundfahrt der besonderen Art: Auf säkularen Spuren ging es durch die Hauptstadt.

Der Bus in Berlin

Säkulare Buskampagne 2019 - Tag 1: Berlin

Jetzt geht's los: Der erste Tag der Säkularen Buskampagne

Am Samstag war der rote Doppeldeckerbus mit dem Slogan "Kirchenstaat? Nein danke" zum ersten Mal öffentlich zu sehen: Am Potsdamer Platz in Berlin – auch wenn dieser Standort erst erkämpft werden musste. Abends diskutierten Philipp Möller, Michael Schmidt-Salomon und Tanja Baudson über die Frage der Evidenzbasiertheit deutscher Politik in der "Urania".

Diskussion "100 Jahre Staatsleistungen – 100 Jahre Missachtung der Verfassung"

Podiumsdiskussion in Berlin

"Wo der Gesetzgeber die Verfassung missachtet, da herrscht Willkür"

Vergangenen Freitag veranstaltete das "Bündnis altrechtliche Staatsleistungen abschaffen" – kurz BAStA – im "Haus der Demokratie und Menschenrechte" in Berlin eine Diskussion mit dem Titel: "100 Jahre Staatsleistungen – 100 Jahre Missachtung der Verfassung". Vertreter aus Wissenschaft, Kirche, Zivilgesellschaft und Politik legten vor einem mit vielen säkularen Parteimitgliedern besetzten Publikum ihre Positionen zum Stand der Dinge dar.

Ökumene

Kirchen wollen keine Staatsleistungen mehr erhalten

"Das können wir mit unserer christlichen Überzeugung nicht vereinbaren"

Die beiden christlichen Amtskirchen wollen mit sofortiger Wirkung auf die Staatsleistungen verzichten, das gaben Heinrich Bedford-Strohm und Kardinal Reinhard Marx in einer gemeinsamen Pressekonferenz bekannt. Damit kommen sie den deutschen Gesetzgebern zuvor. Doch damit nicht genug: Sie wollen sogar etwas zurückbezahlen.

"Kirchentag auf dem Weg" 2017

Kommentar

Glauben statt Wissen

Wegen des 37. Deutschen Evangelischen Kirchentags fällt in Dortmund die Schule aus, weil die Schulgebäude den Kirchentagsbesuchern als Übernachtungsmöglichkeit dienen. Das sei "jahrzehntelange Praxis" und gehöre zu den Unterstützungsleistungen der Landesregierung, heißt es dazu aus dem Schulministerium. Währenddessen kritisiert der NRW-Ministerpräsident "Fridays for Future".

August Bebel

Wie die SPD ihre säkularen Wurzeln verleugnet

Letzte Woche sorgte die Meldung für Schlagzeilen, dass die SPD den Arbeitskreis "Säkulare Sozialdemokraten und Sozialdemokratinnen" nach wie vor nicht zulässt. In der Antwort auf eine Anfrage des hpd geht ein Sprecher der Partei noch weiter: Die Trennung von Kirche und Staat sei weder ihr Ziel noch das des Grundgesetzes. Damit wären die Gründerväter der SPD sicherlich nicht einverstanden.