Veranstaltungsbericht

Symposium Kortizes 2023

"Trotz aller Unterschiede sind wir eine Menschheit"

Die Evolution des Menschen verstehen und mit diesem Wissen die Zukunft unserer Spezies nach ethischen Werten gestalten: das war Anliegen des Evolutionsbiologen Julian Huxley, der als erster UNESCO-Generaldirektor die Philosophie des evolutionären Humanismus in die damals neu geschaffene Weltorganisation einbrachte. Dies geschah im Jahr 1946, vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs mit all seinen Gräueln. Heute, fast 80 Jahre später, steht die Menschheit vor neuen existenziellen Problemen. Unsere Fähigkeiten, die Umwelt zu verändern, haben den Planeten massiv verändert und stellen uns vor nie dagewesene Herausforderungen.

Mario Gembus

Gleiches Recht für kirchlich Beschäftigte?! Das kirchliche Arbeitsrecht auf dem Prüfstand

Schon seit dem Jahr 2013 ist die Abschaffung des kirchlichen Sonderarbeitsrechts Beschlusslage der SPD. Mario Gembus, Gewerkschaftssekretär der ver.di-Bundesverwaltung und dortiger Ansprechpartner für Kirchen, Caritas und Diakonie, gab einen umfangreichen Überblick über die aktuelle Gemengelage in politischer, rechtlicher und in gewerkschaftlicher Hinsicht.

Das kann doch nicht sein!

Bei dem Vortrag "Ist, was wir wahrnehmen, wirklich immer wahr?" von Dr. Rainer Rosenzweig hatten die Zuhörenden oft den Eindruck "Das kann nicht sein!". Und tatsächlich: Was nicht sein darf, ist auch nicht real. Wenigstens nicht für unser Gehirn.

Podium der Akademie für Politische Bildung Tutzing

Staat und Kirche oder Staat ohne Gott?

Beim diesjährigen Forum Verfassungspolitik der Akademie für politische Bildung Tutzing stand das in diesen Zeiten vieldiskutierte Thema "Staat und Kirche" auf dem Programm. Einer der Referenten, der Jurist und Rechtsphilosoph Horst Dreier, widmete sich am Abend des ersten Tages dem Thema "Staat ohne Gott – Grundstrukturen des säkularen Staates".

Protest gegen den Ausstieg der Türkei aus der Istanbul-Konvention

Frauenrechte in der Türkei massiv bedroht

Vergangene Woche lud die FDP-nahe Friedrich-Naumann-Stiftung Dr. Lale Akgün und Fatma Keser zum Web-Gespräch über die Zukunft der Frauenrechte in der Türkei ein. Dabei zeichneten die beiden Gäste ein düsteres Bild, in dem zahlreiche Rechte und auch die Gleichbehandlung in vielen Bereichen nach der Wiederwahl Recep Tayyip Erdoğans zu kippen drohen. Wenn Identitätspolitik wichtiger wird als Menschenrechte, geht es nicht nur um Kopftücher, sondern auch das Mindestalter für die Ehe, um Scheidungen und Femizide.

"Der Preis der Freiheit"

Für einen beeindruckenden Abend sorgte die Vorführung eines Dokumentarfilms über die iranische Menschenrechtsaktivistin Mina Ahadi in Heidelberg. Mina Ahadi und Hesam Yousefi, der Regisseur des Films, waren anwesend und beantworteten Fragen. Weitere Menschenrechtsaktivisten berichteten von der aktuellen Situation im Iran. Organisiert wurde die Veranstaltung unter anderem von den Säkularen Humanisten - gbs Rhein-Neckar e.V. und der gbs Hochschulgruppe Rhein-Neckar.

230 Besucherinnen und Besucher kamen zur SkepKon nach Frankfurt

Das war die SkepKon 2023

Für viele war es das erste Wiedersehen nach langer Zeit: 2020 führten die pandemiebedingten Beschränkungen zur Absage der Jahreskonferenz der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) "SkepKon", 2021 fand diese größte skeptische Konferenz im deutschsprachigen Raum virtuell statt, und 2022 gab es an ihrer Stelle den "European Skeptics Congress" in Wien. Und nun vom 18. bis 20. Mai die diesjährige SkepKon im Saalbau Gallus in Frankfurt.

Säkulare Baustellen in NRW

Neues aus dem nordrhein-westfälischen Landtag und von seiner politischen Arbeit berichtete Serdar Yüksel, MdL, im Rahmen eines Themenabends des Arbeitskreises der säkularen Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten Düsseldorf. Der Fokus lag diesmal – genau ein Jahr nach der Veranstaltung "Blick auf Berlin – Säkulare Themen des 20. Deutschen Bundestags" – auf den säkularen Themen auf Landesebene, da doch gerade in NRW die "säkularen Baustellen" so zahlreich wie vielschichtig sind.

Ethik/Religionskunde: Besser gemeinsam!

Über ein integratives Unterrichtsfach, das ein Kennenlernen verschiedener weltanschaulicher Traditionen zum Ziel hat, diskutierten Repräsentanten unterschiedlicher Fachrichtungen am 6. Mai in Münster. Einigkeit herrschte bei den Experten darüber, dass die Frage nicht sei, ob es ein solches neues integratives Schulfach geben werde, sondern lediglich, wann es kommen werde. Organisiert wurde die Veranstaltung "Ethik/Religionskunde: Besser gemeinsam!" von der Münsteraner Hochschulgruppe der Giordano-Bruno-Siftung (gbs) und dem Netzwerk Säkulare Sozis.