vor Ort

Kirchliches Arbeitsrecht

"Streik kann keine Sünde sein!"

Am gestrigen Mittwoch wurde im saarländischen Ottweiler Geschichte geschrieben. Erstmals fand ein Streik in einem Krankenhaus in katholischer Trägerschaft statt. Im Vorfeld wurde den Streikenden mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen gedroht. Hintergrund des Streiks waren die Gespräche über einen Tarifvertrag für eine Entlastung der Beschäftigten, die einseitig vom Arbeitgeber abgebrochen wurden.

Podiumsdiskussion in Münster

Radikalisierung religiöser Bewegungen

Die Stadt Münster und der Arbeitskreis "1648 - Dialoge zum Frieden" luden am vergangenen Donnerstag zu einer Podiumsdiskussion zum Thema "Identität, Fundamentalismus, Gewalt - Radikalisierung religiöser Bewegungen" in das Rathaus des Westfälischen Friedens in Münster ein. Ins Gespräch kommen sollten die Juristin und Menschenrechtsaktivistin Seyran Ateş, der Ethnologe und Kultursoziologe Prof. Dr. Thomas Hauschild sowie der Journalist und Kriegsberichterstatter Christoph Reuter – doch eine Diskussion fand kaum statt.

Aktionstag "Leben und lieben ohne Bevormundung"

Tausende für die Abschaffung des "Abtreibungsparagrafen" §218 auf Berlins Straßen

Mit einem bunten Protest und zahlreichen kleineren kreativen Aktionen stellten sich über 2500 Menschen den christlich-fundamentalistischen Abtreibungsgegner*innen auf ihrem sogenannten "Marsch für das Leben" entgegen. Dazu aufgerufen hatte neben anderen Akteur*innen das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung.

Weltkindertagsfest des Deutschen Kinderhilfswerkes in Berlin

Kindern eine Stimme geben!

Am gestrigen Sonntag lud das Deutsche Kinderhilfswerk zum "bundeszentralen Weltkindertagsfest" ein. Das stand in diesem Jahr unter dem Motto "Kindern eine Stimme geben!". Damit wollten das Deutsche Kinderhilfswerk (DKHW) und UNICEF Deutschland auf mangelnde Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche in Deutschland hinweisen.

Lutherstatue

Aufruf gegen einen Martin-Luther-Platz

Kein Platz für Antisemitismus!

Die Evolutionären Humanisten Trier sprechen sich gegen das Vorhaben aus, einen Platz in Trier nach dem Reformator Martin Luther zu benennen. Martin Luther war einer der wirkmächtigsten Judenhasser der Geschichte und ist deshalb als Namenspate für Straßen, Plätze und öffentliche Einrichtungen ungeeignet. Mit der Unterzeichnung des Aufrufs kann man das Anliegen unterstützen.

Modell eines Schweinekoteletts: Die Antibiotika-Einlagerungen im Knochen sind gelb gezeichnet.

Greenpeace-Aufklärung vor "Lidl"-Filialen

Antibiotika im Billigfleisch

Greenpeace zeigt schädliche Folgen der Massentierhaltung auf. Die Methode dazu ist simpel: Untersuchungsgegenstand ist ein Schweinekotelett, das in einem grünen Kästchen liegt. Über das Mikroskop zeigen sich unter der zugeschalteten Schwarzlichtlampe Rückstände von Antibiotika, die sich in den Knochen des Tieres abgelagert haben.

Martin-Luther-Platz

Trier ehrt einen Hassprediger

Pünktlich zum 500-jährigen Reformationsjubiläum bekommt Trier einen Martin-Luther-Platz. Doch die Bennennung nach Luther ist nicht unproblematisch. Denn der Reformator war zugleich einer der wirkmächtigsten Vertreter des Judenhasses.