Wissenschaft

Skeptiker 4/2019 erschienen

5G-Strahlung und heiliges Wasser

Das neue Mobilfunknetz 5G bringt nicht nur die Vorstellungskraft von Technophilen auf Touren. Während sie sich auf schnellen Datenverkehr ohne Funklöcher freuen, grassiert anderswo die Strahlen-Angst. Ganze Vogelschwärme sollen nach einem 5G-Versuch in den Niederlanden tot vom Himmel gefallen sein. Doch so beängstigend das auch klingt, es ist schlicht ein Märchen.

Sind Hassreden der Grund für knappe Wahlausgänge?

Sind Hassreden – also feindselige politische Botschaften – der Grund für die zuletzt häufiger beobachteten knappen Ausgänge von Wahlen und Abstimmungen? Führt die zunehmende Polarisierung in politischen Auseinandersetzungen "automatisch" zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen? Wissenschaftler des Instituts für Theoretische Physik der Universität Bremen um Professor Stefan Bornholdt haben diese Zusammenhänge jetzt in einem physikalisch inspirierten Modell nachgewiesen.

Sus celebensis

Neue Erkenntnisse zum frühen Kunstschaffen des Homo sapiens

Jagdszenen aus Indonesien

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Nature vom 9. Dezember 2019 berichten die Anthropologen Maxim Aubert und Adam Brumm und ihr Team von Griffith-University in Brisbane (Australien) von ihrer Forschungen auf der indonesischen Insel Sulawesi. Vor zwei Jahren haben sie eine prähistorische Höhlenmalerei mit Darstellung von Jägern und Beutetieren entdeckt. Die Datierung und Deutung des Kunstwerks sorgt nun in der Fachwelt für Aufsehen.

Der Prognosencheck 2019 der GWUP

Wo die Propheten irrten

Ein katastrophales Szenario: Ganz plötzlich verschiebt sich der magnetische Nordpol und der Kontinent Europa zerbröselt zu ein paar Inseln. Das hat die selbsternannte Nostradamus-Deuterin Rose Stern vorhergesagt. Dies sei der Anfang der Endzeit, und noch in diesem Jahr solle es losgehen. So gesehen, hat der Pol noch ein paar Tage Zeit zum Springen. Trotzdem haben wir gute Gründe, die letzten Kalenderblätter von 2019 ohne Weltuntergangsangst abzureißen.

"Hoaxilla" über Verschwörungsmythen

Die "Weisen von Zion" heißen heute Soros & Co.

Zu Anfang des Jahrzehnts war die Welt noch fast in Ordnung. Facebook hatte den "Like"-Button eingeführt, und ein neuer Podcast namens Hoaxilla widmete sich aus skeptisch-wissenschaftlicher Sicht modernen Mythen, etwa über Coca Cola oder die versunkene Insel Atlantis. Heute, mehr als 240 Folgen später, herrscht ein raueres Klima.

Replik von Michael Schmidt-Salomon

Ein (gewolltes) Missverständnis?

Daniela Wakonigg hat den Klimaforscher Andrey Ganopolski zu meinem Artikel über den Klimawandel befragt, ihn aber offenkundig nicht korrekt über den Inhalt meines Textes informiert. Dadurch ist der Eindruck entstanden, dass Ganopolski den menschlichen Beitrag zur Verhinderung einer Kaltzeit prinzipiell leugnen würde, was jedoch nicht den Tatsachen entspricht.

Klimawandel

Keine verhinderte Kaltzeit. Nirgends.

Dass die Menschheit durch ihre Klimagasemissionen eine Kaltzeit verhindert habe, ist eine These, die seit einigen Wochen von den bekannten deutschen Atheisten Philipp Möller und Michael Schmidt-Salomon öffentlich promotet wird. Schmidt-Salomon wies als Beleg für seine These sogar jüngst einen wissenschaftlichen Artikel vor. Doch ausgerechnet der Autor jenes Artikels widerspricht Schmidt-Salomons These.

Der Klimawandel aus Sicht des evolutionären Humanismus

Warum wir nicht "klimaneutral" sein sollten

Die Menschheit muss ihre Wirtschaftsweise ändern, um die globale Erwärmung zu begrenzen. Wahr ist aber auch, dass der menschliche Einfluss auf das Klima eine nicht minder gefährliche ökologische Katastrophe verhindert. Würde die "Fridays for Future"-Bewegung dies berücksichtigen, könnte sie an Glaubwürdigkeit gewinnen. Ein Kommentar von Michael Schmidt-Salomon.

Luna, Luna!

Immer wieder machen Schlagzeilen die Runde von gehäuften Verkehrsunfällen bei Vollmond, von gesteigerten Selbstmordraten, von Verbrechen aller Art. Folkloristisch angehauchte Sachbuchautoren sprechen einzelnen Mondphasen Einfluss auf Erdbeben, den Ausbruch von Großbränden oder auf das Wetter zu.