Eine muslimische Atheistin

Dezniz Baspinar schreibt in der ZEIT, wie sie mit 10 Jahren zur Atheistin wurde - und nach 9/11 wieder zur Muslimin gemacht wurde.

"Identität ist nicht immer nur das, was wir morgens im Spiegel sehen, sondern auch das, was die anderen in uns sehen" schreibt sie und dass sie zwar einen deutschen Pass habe, aber immer noch als Türkin wahrgenommen werde.

So fühlt sie sich auch - obwohl ungläubig - von der Islamkritik getroffen, auch wenn sie keine "religiösen Gefühle hat", die da getroffen werden können. Doch Ausgrenzung gegen "rückständige und aggressive Türken" kennt auch sie.

Der Artikel endet mit dem großartigen Satz:"Wer Menschen tötet, weil sie den Propheten Mohammed abbilden, hat in erster Linie ein Intelligenzproblem."

Quelle

Kommentare (4)

Bernd Kammermeier (nicht überprüft)

Mo. 19 Jan 2015 - 13:19

Ja, der Artikel gut, aber sein Ende wird erst großartig, weil verständlich, mit dem ihm folgenden Satz: "Er kann die symbolische Darstellung eines Objektes nicht vom Objekt selbst unterscheiden." Die Begründungen für die Tötung von Menschen, die Allah oder Mohammed abbilden, mag innerhalb des religiösen Kontextes durchaus intelligent erscheinen, sehr gelehrt wirken. Doch die mangelnde Intelligenz wird erst deutlich, wenn man berücksichtigt, dass die im letzten Satz angemahnte Unterscheidung zwischen Objekt und Darstellung nicht vorgenommen wird. Man könnte statt mangelnder Intelligenz auch mangelnde Empathie sagen! Und eine Religion, die einen derartigen Interpretationsspielraum zulässt, dass jegliche Empathie - etwas dem Menschen Angeborenes - außer Kraft gesetzt wird, um Bestialisches zu tun, muss sich schleunigst selbst reformieren oder bitte schön den Betrieb einstellen.

David (nicht überprüft)

Mo. 19 Jan 2015 - 15:16

Den großartigen Satz halte ich überhaupt nicht für "großartig". Er ist zum einen erwiesenermaßen falsch und dazu trivialisierend, verharmlosend und für eine ehrliche Problemaufarbeitung völlig ungeeignet.

Der Artikel hat für mich zuviel Gejammere, die übliche Zelebrierung der selbstgewählten Opferrolle und zuwenig Selbstkritik - grade für eine selbst ernannte Atheistin aus dem muslimischen Kulturkreis.

Die viel zu wenigen Stimmchen der modernen und atheistischen Menschen aus dem muslimischen Kulturkreis, die sich öffentlich kritisch äussern, auch noch zu diffamieren, ist schon ein ziemlich entlarvend.

Siegfried (nicht überprüft)

Mo. 19 Jan 2015 - 15:26

"Wer als Türkin in Deutschland aufgewachsen ist, kennt Rassismen nur allzu gut: "Die Türken" seien aggressiv, rückständig und passten nicht in die hiesige Kultur. Heute sind es "die Muslime", die als aggressiv und rückständig gelten, als inkompatibel mit der westlichen Kultur."

Rassismus ist das nicht.
99% der Türken sind Moslems,
Quelle http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Aussenpolitik/Laender/Laenderinfos/01-Laender/Tuerkei.html
Moslems mit Türken gleich zu setzen ist daher nicht übertrieben. Wer den Islam ablehnt lehnt somit automatisch Türken ab und umgekehrt. Ob nun ein Zeitgenosse die Türken oder die Moslems als aggressiv hinstellt, es ist das selbe, zum Leidwesen der von mir sehr hoch geschätzten Türken und Araber die der islamischen Gehirnwäsche entfliehen konnten. Man kann sie leider an "einer Hand" abzählen.

Frank Linnhoff (nicht überprüft)

Mo. 19 Jan 2015 - 16:32

Dezniz Baspinar und ihre Mutter scheinen mit "gesundem Menschenverstand" gesegnet zu sein und auch in Zeiten überschäumender Emotionen großer Massen an Menschen mit den Füßen auf dem Teppich zu bleiben. Sympathisch.

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