Gesellschaft

Passpapiere der Familie Levinger mit dem 1938 eingeführten "Judenstempel", einem gelben "J" im Innern und einem schwarzen "J" auf der Kennkarte.

Das jüdische Konstanz – Blütezeit und Vernichtung

"Jetzt ist es soweit, heute verlieren wir unsere Heimat"

KONSTANZ. (hpd) Am Donnerstag öffnet das Kulturzentrum am Münster seine Türen für eine bemerkenswerte Sonderausstellung: "Das jüdische Konstanz – Blütezeit und Vernichtung". Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts waren viele jüdische Familien nach Konstanz gezogen und prägten das wirtschaftliche, politische und kulturelle Leben der Stadt ganz entscheidend mit. Doch 1933, nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten, endete der Traum vom Zusammenleben. Wer nicht rechtzeitig emigrieren konnte, wurde in Konzentrationslager verschleppt.

Jahrbuch für Antisemitismusforschung, Band 23

BONN. (hpd) Das "Jahrbuch für Antisemitismusforschung" liegt in seiner 23. Ausgabe mit Beiträgen zum Antisemitismus im Europa der Gegenwart und zu antisemitischen Emotionen im 19. Jahrhundert vor. Insbesondere die Beiträge zum aktuellen Antisemitismus enthalten eine Fülle von Daten und Einschätzungen auch im Sinne einer länderübergreifenden vergleichenden Betrachtung.

Kolumne

Paris schwankt, geht aber nicht unter.

PARIS. (hpd) Nach fast einem Jahr verlässt hpd-Gesellschaftskolumnist Carsten Pilger Paris. In die Zeit fielen die Anschläge auf die Satirezeitschrift Charlie Hebdo und auf einen französischen Supermarkt. Hat sich die „Stadt der Liebe“ verändert? Viele Fragen und der Versuch einer Antwort.

Verantwortung für den mentalen und kulturellen Raum

BERLIN. (hpd) Das Internet bietet viele Möglichkeiten. Es kann dazu dienen, dass Gesellschaften demokratischer werden. Es ist aber auch der Ort, an dem so Mancher seine Stammtischparolen hinterläßt. Mit diesen beiden Seiten der Medaille befasst sich der Autor Carlo Strenger in einem jüngst veröffentlichten Beitrag.

Eine nicht ganz gelungene Studie

Die Tyrannenliebe der Intellektuellen

BONN. (hpd) Mark Lilla, Professor für Geistswissenschaften an der Columiba University, will in seinem Buch "Der hemmungslose Geist. Die Tyannophilie der Intellektuellen" den Opportunismus von Denkern gegenüber Diktaturen anhand von Fallbeispielen aus dem 20. Jahrhundert erörtern. Da die einzelnen Beiträge zu Benjamin, Derrida, Foucault, Heidegger und Schmitt eher essayistisch gehalten sind, liegt mit dem nicht ganz so gelungenen Buch nur eine fragmentarische Erörterung zum Thema vor.

Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ 2015 ist gestartet

BERLIN. (hpd/bpb) Zum 15. Mal schreibt das Bündnis für Demokratie und Toleranz - gegen Extremismus und Gewalt (BfDT) den Wettbewerb "Aktiv für Demokratie und Toleranz" 2015 aus. Bewerben können sich Initiativen und Projekte, die hauptsächlich ehrenamtlich getragen werden. Den Preisträgern winken Geldpreise im Wert von 1.000 bis 5.000 Euro und eine öffentliche Preisverleihung.

Gita Neumann

Sterbehilfedebatte

Staatlicher Regulierungseifer am Sterbebett

BERLIN. (hpd) Drei Viertel der Bevölkerung wollen am Ende ihres Lebens kompetente Hilfe finden können, falls sie ein für sie unerträgliches Leiden freiwillig beenden möchten. Das bereitet vielen Bundestagsabgeordneten große Sorge – als Gesetzgeber wollen sie nunmehr sterbewillige Bürger/innen vor sich selbst und vor vermeintlich normal werdenden Angeboten von einem Suizidhilfeverein in Deutschland und in der Schweiz schützen.