Gesundheit

Keine Schwangerschaftsabbrüche in Flensburger Zentralklinikum?

In Flensburg fusionieren die christlichen Krankenhausbetreiber Diako und Maltester in einem neuen Zentralklinikum, das 2026 seinen Betrieb aufnehmen soll. Jetzt einigten sich die beiden christlichen Träger darauf, dass dort aus ethisch-moralischen Gründen keine Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt werden sollen. Bisher übernahm dies das evangelische Krankenhaus. Damit könnte es nach der Neueröffnung keine Abtreibungen mehr an einer Flensburger Klinik geben. Die Regionalgruppe der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) Schleswig-Holstein kritisiert dieses Vorhaben in einer Stellungnahme.

Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf

Studie zu Spätfolgen der Beschneidung

An der Universität Düsseldorf läuft gerade eine Studie zur Abklärung möglicher psychischer Spätfolgen von Jungenbeschneidung, an der Prof. Matthias Franz und Peter Richter maßgeblich beteiligt sind. Hier werden noch Probanden gesucht.

"Für die Keimzell-Therapie gibt es keinen Grund"

In China wurden 2018 die ersten genetisch veränderten Menschen geboren. Nun diskutieren in Russland Wissenschaftler und Politiker darüber, ob die Genom Editierung menschlicher Embryonen mittels Crispr/Cas9 erlaubt werden soll. Stefan Mundlos hält die Sorge vor einer unkontrollierten Manipulation des menschlichen Erbguts für übertrieben.

"Selbsttötung bleibt eine legitime Option"

Vergangenen Monat veröffentlichte das Christliche Medienmagazin "pro" ein Interview mit Thomas Sitte, dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Palliativstiftung. In dem Artikel mit dem Titel "Niemand muss verrecken" warf er der "Sterbehilfe-Lobby" vor, gezielt Ängste zu schüren oder gar Lügen zu verbreiten. Dieter Birnbacher hat für den hpd eine Antwort verfasst.

Hilfe und Konfliktberatung für Suizidwillige

Es wird erwartet, dass der § 217 Strafgesetzbuch ("Förderung der Selbsttötung") so keinen Bestand mehr haben wird. Medizinprofessor Eckhard Nagel, Gegner der Freitodhilfe durch Ärzt_innen, provoziert und schlägt nun polemisch vor, dass sich dafür auch Richter*innen und Geistliche zur Verfügung stellen sollen. Demgegenüber haben sich Humanist*innen mit ihrem seriösen Konzept der Suizidkonfliktberatung wieder in Erinnerung gebracht.