Kunst und Kultur

Bisher unbekannter Text von Hannah Arendt publiziert

Freiheit – die Macht eines Gefühls

Am 11. April 1967 hielt Hannah Arendt in Chicago einen Vortrag unter dem Titel "Revolution und Freiheit". Im Sommer 2017 stellte Arendts Assistent Jerome Kohn einen Text unter dem Titel "Die Freiheit, frei zu sein" aus ihrem Nachlass ins Netz. Er fand ihn ohne Titel und Hinweis auf Entstehungszeit und Verwendung. Das Manuskript dürfte aber in jener Zeit entstanden sein. Nun erscheint es fast zeitgleich in Amerika und in Deutschland in Buchform.

Endlich: Gott antwortet deutschen Sakro-Poppern

Gut, gut, weiterknien!

Niemand kommt dir gleich, du bist so heilig, wir wollen dich ehren... Sie führten "Gespräche mit Gott", sagen die deutschen Lobpreis-Popper der "Outbreakband". Aber: Ob den die ständige Ranwerferei nicht intellektuell ein wenig unterfordert? Wir haben ihn mal antworten lassen.

Punk-Autor Jürgen Teipel schrieb "Wahre Geschichten von Menschen und Tieren"

Mit dem Walkalb auf du und du

Als familiär kann man die Beziehung zwischen den urtümlichen Kunekune-Schweinen und Marianne Wondrak und Johannes Baumgarten am Messerli-Forschungsinstitut für Mensch-Tier-Beziehungen in Wien bezeichnen. So richtig lief es, wenn die Forscher in die tierlichen familiären Beziehungen mit aufgenommen wurden. Im Gegenzug war die Einsatzbereitschaft schier grenzenlos, erzählen sie in Teipels Monolog-Sammlung "Unsere unbekannte Familie".

Dirk Laucke Interview

Dramatiker Dirk Laucke im Interview

"Gewisse Dinge kannst du einfach nicht sagen"

Um die Meinungsfreiheit geht es Theater- und Hörspielautor Dirk Laucke in seinem jüngsten Werk "Die Freiheit in Abrede" – eine "radiophone Show", die Anfang Dezember im Theater Oberhausen uraufgeführt wurde. hpd-Redakteurin Daniela Wakonigg sprach mit Autor Dirk Laucke über den aktuellen Stand der Meinungsfreiheit in unserer Gesellschaft.

Haussperling

Jette Anders schrieb eine kleine Kulturgeschichte der Spatzen

Sie können nicht mit und nicht ohne einander

Angesichts der Spatzen ging selbst den Heiligen die Geduld aus. Der Ordensgründer Dominikus soll solch ein Vögelchen lebendig gerupft haben, weil es die Aufmerksamkeit von seiner Predigt ablenkte. Selbst Franz von Assisi, der bekanntlich zu den Vögeln sprach, fand sie nur noch "lästig". Martin Luther schrieb, er sei ein "arger und schädlicher Vogel". Solches erfährt man in Jette Anders Buch "Allerweltsvogel. Eine kleine Kulturgeschichte der Spatzen".

Die Freiheit in Abrede

Dirk Laucke inszeniert "Die Freiheit in Abrede" am Theater Oberhausen

Darf man einen Religionsfunktionär "Arschloch" nennen?

Um den Stand der Meinungsfreiheit geht es Theater- und Hörspielautor Dirk Laucke in seinem neuen Stück "Die Freiheit in Abrede". Besonders interessiert ihn, wie es um die Meinungsfreiheit bestellt ist, wenn das Thema "Religion" verhandelt wird. Lauckes "radiophone Show" wurde am vergangenen Freitag am Theater Oberhausen unter der Regie des Autors uraufgeführt.

Ölhades - Schule des Ungehorsams

"Ungehorsam ist die wahre Grundlage der Freiheit"

Gerhard Haderer eröffnet "Schule des Ungehorsams"

Unter großem Andrang und mit vielen Überraschungsgästen aus Kunst, Literatur und Wissenschaft nahm die Schule des Ungehorsams am vergangenen Samstag in der Tabakfabrik Linz ihren Betrieb auf. Gerhard Haderer alias HADES, Großmeister der gezeichneten Satire und künftig selbsternannter "Schulhausmeister", führte durch einen bunten Abend voller Wow-Momente.

Solenn' Lavanant-Linke (Cherubino), Alex Esposito (Figaro)

"Le nozze di Figaro" an der Bayerischen Staatsoper – inszeniert von Christof Loy

Das Theater mit der sexuellen Belästigung

"Die Hochzeit des Figaro" von W. A. Mozart zählt zu den beliebtesten Werken des Komponisten. Das Libretto stammt aus der Feder des kongenialen Lorenzo Da Ponte und lieferte Mozart eine theatrale Vorlage allererster Güte. Im Verlauf von knapp 24 Bühnenstunden spannt sich das Musterbeispiel eines dramaturgischen Bogens – mit der musikalischen Interpretation der Bayerischen Staatsoper eine Sternstunde für Mozart-Fans im speziellen und Opernliebhaber überhaupt.