Ingo Wulf

Artikel des Autoren

Gewinnwarnung? Vor Gewinn muß keiner warnen

BERLIN. (hpd) Was ist Gewinn? Ganz einfach: Wenn am Ende mehr im Pott ist als am Anfang. So kann man es hören, wenn man die Frage auf das Wesentliche bezogen wissen will. So soll es auch hier sein. Die fein verästelten Erwägungen, die sich ergeben, um allen im Leben auftretenden Varianten und Sichtweisen gerecht zu werden, bleiben anderen Notizen vorbehalten. Hier soll es mit Goethe um "des Pudels Kern”  gehen oder mit den Ferengi um die "guten Sachen in den kleinen Schachteln”.

Definitionen oder Vom Wert klarer Worte

BERLIN. (hpd) Es könnte Galletti gewesen sein, der in einer Mathematikvorlesung auf das schwierige Problem 7 x 8 stieß. Der Professor wandte sich an die Studenten um Hilfe. Einer rief "51” und ein anderer "58”. Daraufhin zog der Professor die Augenbrauen hoch und meinte: "Aber meine Herren, 7 x 8 kann doch nur 51 ODER 58 sein.”

Der Kirchenzehnt und andere Zehnte

BERLIN. (hpd) Geben ist seliger denn Nehmen! Und bei zehn Prozent Trinkgeld für den Pizzaboten kugelt man sich wohl nicht den Arm aus. Auch eine um zehn Prozent längere Fahrzeit zum Lieblingsbuchladen sind eigentlich kein Problem. Ob zehn Prozent viel sind oder wenig, hängt davon ab ob man sie bekommt oder zahlen muß.

Fairer Handel - und alles wird gut?

BERLIN. (hpd) Wird es doch. Oder nicht? Fragt man drei Leute, sollte man mit mindestens fünf Meinungen darüber rechnen, was genau denn "fair” bedeutet. Die Beteiligten sollen für ihre Arbeit "anständig” bezahlt werden. Mindestens. Aber wieviel genau ist das? Sicher ist es eine ehrenwerte Sache, auf Fairness zu achten. Da das Thema nun schon eine ganze Weile läuft, kann man doch langsam Ergebnisse erwarten. Geht es dem Kakaobauern in Südamerika oder der Teepflückerin in Indien heute viel besser als vor 20 Jahren?

Prozent

Zins - eine kleine Notiz zu einem großen Thema

BERLIN. (hpd) Wenn man Bohnen in die Erde gibt, werden Bohnen wachsen. Sät man Weizen, wird er wieder Weizen bringen. Mit Apfelbäumen, Schafen und Ziegen ist es ganz ähnlich. In einer alten Verfilmung erklärt Robinson seinem Gefährten Freitag die Bedeutung des Geldes. Daraufhin sät dieser dicke Goldmünzen wie Möhren oder Radieschen. Die Saat ging aber nicht auf - was für eine Überraschung.

Es werde Licht! - und Geld

BERLIN. (hpd) Von nichts kommt nichts. Oder doch? Im Garten und bei der Arbeit und eigentlich fast überall im Leben kann man dem Spruch zustimmen. Man muss schon etwas spitzfindig werden, um Ausnahmen entdecken zu wollen. Aber diese Ausnahmen sind meist von eher untergeordneter Bedeutung - vom Geld einmal abgesehen.

Was ist ein Derivat und was nützt es mir im Garten?

BERLIN. (hpd) Warren Buffet, Unternehmer, Investor und einer der reichsten Menschen auf dem Planeten, schreibt über Derivate: "Wir sehen sie als Zeitbomben, sowohl für die Parteien, die mit ihnen handeln, als auch für das Wirtschaftssystem (…) Grundsätzlich wechselt mit diesen Instrumenten Geld an einem zukünftigen Datum den Besitzer, wobei die Summe von einem oder mehreren Referenzwerten, etwa Zinssätzen, Aktienkursen oder Währungskursen, bestimmt wird." Haben das jetzt alle verstanden? Dann der Versuch einer Annäherung:

Ist der Goldstandard eine Ökonomie-Nostalgie?

BERLIN. (hpd) Gold ist ein ganz gewöhnlicher Rohstoff, so wie Neodym oder Yttrium. Schlechter Vergleich? Das sind Metalle der Seltenen Erden? So selten sind die gar nicht. Es gibt mehr Neodym als Blei in der Erdkruste. Aber vielleicht ist Gold ein so gewöhnlicher Rohstoff wie Stahl oder Aluminium? Gerade die Gewinnung von Aluminium und Gold fallen immer wieder wegen gewöhnlicher ökologischer Probleme auf. Da ist also schon etwas gemeinsames.

Was ist Gier?

BERLIN. (hpd) Wenn es gerade mal wieder brennt in der Weltwirtschaft oder auch um die Ecke, hört man von ihnen, den gierigen Managern, den gierigen Bankern, den gierigen dies und das, also von Leuten, die danach Schuld sind am Schlamassel.