Lea Steinberg

Die Autorin hat nach ihrem Masterabschluss in Kulturwissenschaften interdisziplinär zur Wissenschaftsgeschichte, zu medialen Ideologien und gegenwärtigen digitalen Subkulturen geforscht. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Frage, wie Vorstellungen von Körper, Geschlecht und Macht entstehen, gesellschaftlich wirksam werden und in unterschiedlichen kulturellen Kontexten weitergetragen werden. Beiträge von ihr zu europäischer Geistesgeschichte und kulturellen Narrativen sind in internationalen wissenschaftlichen Publikationen erschienen.

Artikel der Autorin

Wegweiser in viele Richtungen

Wenn Life-Coaches zu Weltdeutern werden

Experten für alles

In unserer zunehmend spezialisierten Gesellschaft erscheint der Life-Coach als Gegenmodell: er beansprucht nicht Expertise für ein einzelnes Beratungsfeld, sondern für „das Leben“ selbst. Je umfassender dieses Versprechen, desto dringlicher stellt sich jedoch die Frage nach seiner fachlichen Grundlage – und nach den Risiken von Grenzüberschreitungen, Dogmatismus und Conspirituality.

Skeptisch blickende Frau

Telegonie zwischen Esoterik, Frauenfeindlichkeit und radikalen Weltbildern

Das Geschäft mit der „verunreinigten“ Frau

Die Vorstellung, frühere Sexualpartner würden eine Frau dauerhaft prägen, gilt in der modernen Genetik seit über hundert Jahren als widerlegt. Dennoch wird heute im deutschsprachigen Raum mit der Telegonie und ihrer angeblichen „Löschung“ gegen Bezahlung geworben. Eine Recherche über eine pseudowissenschaftliche Lehre, die ein esoterisches Geschäftsmodell mit hoher ideologischer Anschlussfähigkeit geworden ist.