Bundeswehr

Militärgottesdienst in Afghanistan

Militärseelsorge: Missionsarbeit in Tarnkleidung

Zur geplanten Reform und personellen Aufstockung der Bundeswehr gehört auch ein bemerkenswerter Nebenbefund: Die evangelische Militärseelsorge fordert ein "proportionales Mitwachsen der Militärgeistlichen". Wenn die Truppe von derzeit rund 183.000 auf bis zu 260.000 Soldatinnen und Soldaten anwachsen soll, müsse auch die Anzahl der Seelsorger steigen. Das ist ein willkommener Anlass, eine Institution zu hinterfragen, die kaum jemand offen kritisiert – obwohl sie teuer, anachronistisch und in einem säkularen Staat kaum zu rechtfertigen ist.

Verraten und allein gelassen

Wie der Norddeutsche Rundfunk meldete, konnten am Mittwoch 28 Afghaninnen und Afghanen nach Deutschland einreisen. Um allerdings das Versprechen der Bundesregierung, unterstützende Ortskräfte aus dem Land zu fliegen, einlösen zu dürfen, mussten diese Menschen vor deutschen Gerichten klagen.

Der Autor in Marineuniform

Humanismus und Bundeswehr – Geht das überhaupt?

Ein Grüner, ein Pazifist und ein Humanist gingen zur Bundeswehr. Was wie der Anfang eines schlechten Witzes in konservativen Kreisen klingt, ist eigentlich eine Beschreibung von mir. Aber kann eine so linke, so friedensbedürftige und humanistische Person wie ich überhaupt zur Bundeswehr? Habe ich da überhaupt reingepasst? Fragen, die man sich vielleicht am Anfang, vor der Dienstzeit, hätte stellen müssen, stelle ich jetzt am Ende.

HVD fordert Beistand für konfessionsfreie Soldatinnen und Soldaten

Bisher gab es bei der Bundeswehr nur katholische und evangelische Militärgeistliche. Am Montag hat der erste Militärrabbiner sein Amt angetreten und auch muslimische Militärgeistliche soll es bald geben. Doch für die große Zahl der konfessionsfreien Soldat*innen besteht bisher kein entsprechendes Angebot. Der Humanistische Verband Deutschlands (HVD) fordert seelischen Beistand auch für die konfessionsfreien Soldat*innen in der Bundeswehr.

Dr. Ralf Schöppner

Rabbiner in der Bundeswehr

Ende letzten Jahres meldete die Tagesschau, dass ein Staatsvertrag geschlossen wurde, der Militärrabbiner in der Bundeswehr ermöglichen wird. Dabei sollen 10 Rabbiner für 300 Soldatinnen und Soldaten jüdischen Glaubens zuständig sein. Der hpd sprach mit dem Bundesbeauftragten für "Humanismus und Bundeswehr" im Humanistischen Verband Deutschlands (HVD), Ralf Schöppner.