Friedenspolitik

Israelische Kampfjets

Menschenrechte oder Friedensschutz: Das Dilemma des Friedrich Merz

Nach den gemeinsamen Angriffen von Israel und den USA auf den Iran ist eine heftige Debatte über die völkerrechtliche Bewertung der Militäraktion entbrannt. Bundeskanzler Friedrich Merz sprach von einem "Dilemma". Während viele Völkerrechtler die Angriffe als klar rechtswidrig bewerten, verweisen einzelne Stimmen auf mögliche Rechtfertigungen durch präventive Selbstverteidigung angesichts einer existenziellen Bedrohung. Hinter der aktuellen Kontroverse steht jedoch ein grundsätzlicher Konflikt des modernen Völkerrechts: das Spannungsfeld zwischen dem Schutz des Friedens und dem Schutz der Menschenrechte.

Irina Spiegel

"Ihr Pazifismus war keine bloße Schwärmerei, sondern gelebte Praxis"

Bertha von Suttner war nicht nur die erste Frau, die den Friedensnobelpreis erhielt, sie prägte auch die deutschsprachige Friedensbewegung nachhaltig. Nun ist ein Sammelband der Humanistischen Akademie Berlin-Brandenburg erschienen, der sich mit den Positionen dieser vielseitig engagierten Frau auseinandersetzt. Der hpd sprach mit Irina Spiegel, einer der beiden Herausgeberinnen, über die Aktualität von Bertha von Suttner in wenig friedlichen Zeiten.

Humanismus und Krieg: Auf der Suche nach Menschlichkeit inmitten von Konflikten

Kriege sind ein ständiges Merkmal der menschlichen Geschichte und haben eine Spur der Verwüstung, des Verlustes und des Leids hinterlassen. Dazu gab es immer auch "Kollateralschäden" wie die Einschränkung von Grundrechten wie zum Beispiel der Meinungsfreiheit, enorme Umweltschäden (radioaktive Kampfmittel bis hin zu Atombomben), zerstörte Staudämme usw. Inmitten des Chaos und der Zerstörung gab es jedoch immer wieder Einzelpersonen und Bewegungen, die von dem Glauben an den Wert und das Potenzial der Menschheit getragen wurden.

"So etwas kann man im besten Labor der Welt nicht herstellen"

Ob Rizin, Milzbrand oder Botulinumtoxin: Biologische Waffen fristen in der öffentlichen Wahrnehmung ein Schattendasein, der Druck auf die politischen Akteure ist gering. So verbietet das internationale Biowaffenübereinkommen zwar die Entwicklung, Herstellung und Lagerung von Biowaffen - Kontrollen hingegen finden keine statt. Dr. Gunnar Jeremias hofft, dass die globale Corona-Pandemie wenigstens etwas Gutes hat und zur Stärkung des Biowaffenübereinkommens beitragen kann.

Dr. Ralf Schöppner

Wie geht Frieden?

Der Krieg ist ein Monster, das nicht nur Menschen verschlingt, sondern auch das gute Leben im Diesseits für viele auf längere Sicht unmöglich macht. Keine Überraschung also, dass sich Humanistinnen und Humanisten seit jeher für den Frieden einsetzten. Aber wie "geht" Frieden? Mit dieser Frage setzt sich ein neuer Sammelband der Humanistischen Akademie Deutschland auseinander. Der hpd hat mit dem Herausgeber und Mitautor Ralf Schöppner über Pazifismus, die Begründung militärischer Interventionen und die seelsorgerische Betreuung von Soldaten gesprochen.

Elie Wiesel gedenkt der Opfer von Auschwitz - 50 Jahre nach Befreiung des KZs am 27. Januar 1995.

Er war ein "Lehrer der Menschheit"

BERLIN. (hpd) Am Samstag verstarb der Auschwitz-Überlebende und Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel. Weltweit haben Menschen und Medien mit Trauer reagiert und an den unermüdlichen Mahner für Menschlichkeit erinnert. Auch deutsche Politiker schlossen sich den Würdigungen an.

Friedensdenkmal in Hiroshima – Atombombenkuppel als Gedenkstätte

Sadako Sasaki – Kraniche als Symbol für eine Welt ohne Atomwaffen

BERLIN. (hpd/pres) Vor 70 Jahren im August 1945 warfen die USA über Hiroshima und Nagasaki Atombomben ab, die unzählige Menschenleben forderten. Das japanische Mädchen Sadako Sasaki war zum Zeitpunkt des Atombombenabwurfs in Hiroshima erst zweieinhalb Jahre alt. Ihre Geschichte wurde zu einem Symbol des internationalen Friedensbewegung und des Widerstandes gegen den Atomkrieg.