BERLIN. (hpd) Es soll einen Fußballgott geben, sagen sogar Menschen, denen es nach ihrem Glauben verboten ist, einen anderen Gott neben dem ihrer Hauptreligion zu haben. Andere wiederum sagen, Fußball sei eine Religion und heute mächtiger in ihrem Gebrauch als Islam und Christentum zusammen. Einige organisierte Konfessionsfreie wiederum meinen, diese neue Weltanschauung mit ihren Aufmärschen, Ritualen, Fahnen und Gesängen lenke von der Aufklärung ab. Hat der Siegeszug und der Spitzenplatz dieses Spiels gar etwas mit Humanismus zu tun? Das jedenfalls bejaht der Kulturwissenschaftler Horst Groschopp und behauptet, Fußball sei Teil der humanistischen Kultur.