Irland

Das Ergrauen des Regenbogens

MOOSSEEDORF/CH. (hpd) Vor 22 Jahren machten sich Homosexuelle im katholischen Irland noch strafbar, heute leuchtet die grüne Insel bunt: 62,1 Prozent aller Wähler votierten Ende Mai für eine Verfassungsänderung, die gleichgeschlechtliche Ehen ermöglicht. Trotz dieses richtungsweisenden Resultats zeigen sich die Befürworter der Homo-Ehe in Mitteleuropa zögerlich und lassen der Gegenpartei freie Hand bei der Meinungsbildung.

Auf der Gegenkundgebung beim sog. "Marsch für das Leben" am 20.09.2014

Irlands Abtreibungsgesetz bringt Frauen in Lebensgefahr

BERLIN. (hpd/ai) Ein neuer Bericht von Amnesty International dokumentiert die schweren Menschenrechtsverletzungen an Frauen und Mädchen in Irland durch eines der restriktivsten Abtreibungsgesetze der Welt. Abbrüche sind auch dann verboten, wenn die Schwangerschaft Folge einer Vergewaltigung ist oder schwere gesundheitliche Folgen für die Mutter nach sich ziehen kann.

Eine Ehe für Alle

BERLIN. (hpd) Manchmal kann man das Gefühl bekommen, dass sich die Geschichte schneller bewegt. Der Volksentscheid in Irland, die Ehe für Homosexuelle zu ermöglichen, hat eine Lawine verursacht, die auch Deutschland nicht verschonen wird. Jetzt fordern 150 Prominente Konsequenzen von der Bundesregierung.

Kampagnenlogo

"Frau Merkel, öffnen Sie die Ehe für alle!"

OBERWESEL. (hpd/gbs) Auf der Konferenz "Give Peace A Chance" in Köln haben Vertreter der Giordano-Bruno-Stiftung zusammen mit irischen Säkularisten den sensationellen Erfolg des Referendums zur Gleichstellung von homosexuellen und heterosexuellen Partnerschaften in der Ehe gefeiert. Der Lesben-und Schwulenverband Deutschland (LSVD) hat zusammen mit "Campact!" eine entsprechende Initiative für Deutschland gestartet. Die Giordano-Bruno-Stiftung unterstützt diese Kampagne ausdrücklich.

Das irische Ja eine "Niederlage für die Menschheit"?

STEISSLINGEN. (hpd) Ein nicht unwichtiger Nachtrag zu den Meldungen der letzten Tage: Kardinal-Staatssekretär Pietro Parolin, immerhin die rechte Hand des Papstes und der zweitwichtigste Mann im Vatikan, hat soeben nicht nur von einer "Niederlage der christlichen Prinzipien" gesprochen, sondern ungleich höher gegriffen und Irlands Verhalten eine "Niederlage für die Menschheit" genannt. Wer so spricht, beweist, wie schmerzhaft die Ohrfeige aus Irland gewesen ist.