Katholische Kirche

Modernisierung auf Katholisch

Noch müssen katholische Religionslehrerinnen und -lehrer um ihre Stelle fürchten, wenn sie sich als Angehörige der LGBTI-Community zu erkennen geben. Auch eine erneute Heirat nach der Scheidung kann sie den Job kosten. Das soll sich künftig ändern, wie die Deutsche Bischofskonferenz vergangenen Dienstag bekannt gab.

Mainzer Dom

Gutachten über Missbrauch im Bistum Mainz: Über 400 Betroffene

Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf sprach von "erschreckenden Ergebnissen" des jetzt veröffentlichten Gutachtens über sexuellen Missbrauch von Minderjährigen durch Kirchenleute im Bistum Mainz. Sie erinnern an das, was kürzlich auch aus Essen bekannt wurde. Das Papier geht von mindestens 401 Betroffenen und 181 Beschuldigten aus, darunter 65 Prozent Kleriker.

Plakate des "Defluencers" Rainer Maria Woelki

Anti-Werbe-Kampagne für Woelki in Köln

Während des Kölner Karnevals gab es neben Rosenmontagszug, feiernden Menschen und Kostümen noch etwas Anderes zu sehen: wenig schmeichelhafte Plakate des dortigen Kardinals. Das Erzbistum äußerte sich diplomatisch und will keine rechtlichen Schritte einleiten.

Spanien: 40 Prozent weniger Seminaristen in den letzten 20 Jahren

In Spanien ist die Zahl der Priester in den letzten Jahren stetig gesunken. Hinzu kommt, dass sich ihr Altersdurchschnitt nach oben verschiebt. Immer weniger junge Männer möchten Priester werden. Gab es Mitte der 60er Jahre noch 8.000 Seminaristen, die in den Ruhestand gehende Vorgänger ersetzten, waren es um die Jahrtausendwende kaum noch 2.000. In den letzten 20 Jahren hat sich ihre Anzahl noch einmal deutlich auf nur mehr 1.028 reduziert.

Lasst alle Hoffnung fahren!

Den Synodalen Reformbestrebungen in der deutschen katholischen Kirche hat der Vatikan erneut eine deutliche Absage erteilt. Wann werden die deutschen Katholiken endlich merken, dass ihre Kirche nicht reformierbar ist? Ein Kommentar von hpd-Redakteurin Daniela Wakonigg.

Erzbistum stellt sich Verfahren und ist bereit, Schmerzensgeld zu leisten

Das Erzbistum München und Freising hat in einer Pressemitteilung den Verzicht auf die "Einrede der Verjährung" erklärt und in Aussicht gestellt, dem Kläger "ein angemessenes Schmerzensgeld zu leisten". Der Anwalt des Missbrauchsopfers Andreas Perr sieht die Klageerwiderung des Erzbistums München und Freising und den Verzicht auf die Erklärung der Verjährung im Missbrauchsverfahren vor dem Landgericht Traunstein als Erfolg.