LGBTQI+

UN-Berichterstatterin gegen Selbstbestimmungsgesetz – Bundesregierung und Verbände widersprechen

Das Selbstbestimmungsgesetz ermöglicht es Transmenschen künftig, ihren Geschlechtseintrag beim Standesamt ändern zu lassen. Für diesen Schritt sind dann kein Gutachten und keine Gerichtsentscheidung mehr notwendig. Scharfe Kritik am Gesetz kommt jetzt von Reem Alsalem, der UN-Sonderberichterstatterin für Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Die Bundesregierung und viele Verbände weisen Alsalems Stellungnahme energisch zurück.

Parlamentsgebäude in Sofia

Bulgarien verbietet LGBTQ-Inhalte an Schulen

Bulgarien ist ein Land im Südosten Europas, über das man hierzulande gemeinhin wenig weiß. Es gehörte zum Ostblock, hat sich nach der "Wende" demokratisiert und wird immer nur dann erwähnt, wenn es um das Thema Korruption geht. Aktuell kommt es in den Medien vor, weil die Bulgaren gerade dabei sind ein neues Gesetz nach russischem Vorbild einzuführen, das angebliche LGBTQ-Propaganda an Schulen verbieten soll.

Die vergessenen Opfer der Taliban

Gestern jährte sich die erneute Machtergreifung der Taliban in Afghanistan zum dritten Mal. Mit dem im Koalitionsvertrag festgeschriebenen Bundesaufnahmeprogramm hatte die Bundesregierung vielen Menschen im Land Rettung in Aussicht gestellt. Menschen, die den westlichen Verbündeten vor Ort halfen. Menschen, die von den Islamisten für "minderwertig" gehalten werden. Jedoch will das Bundesinnenministerium die Mittel für das Aufnahmeprogramm im kommenden Jahr um fast 90 Prozent kürzen. Das könnte das Todesurteil für tausende Menschen bedeuten. 

Bannack Methodistenkirche, Montana

USA: Schisma bei der United Methodist Church wegen LGBTQ-Rechten

Im 21. Jahrhundert ankommen und auch die Lebensrealität von Minderheiten anerkennen oder weiterhin zum Beispiel homosexuelle Paare verdammen? Eine Frage, die besonders in den USA die United Methodist Church spaltet. Etwa ein Viertel der Gemeinden haben sich bereits abgetrennt und teilweise noch konservativeren Methodistischen Kirchen angeschlossen. Weitere könnten noch folgen.

Russland verbietet internationale LGBTQIA+-Bewegung

Als "vom Ausland nach Russland hinein getragen und nicht den russischen Werten entsprechend" stufte der Oberste Gerichtshof Russlands die internationale LGBTQIA+-Bewegung als extremistisch ein und verbot ihre Aktivitäten in Russland. Menschenrechtsorganisationen befürchten Verfolgung, Demütigung und Haft für queere Personen.