Natur

Entwicklung in der Endlosschleife

Um Intrigen aus dem Weg zu gehen, zog er sich aus Athen zurück auf die Insel Lesbos. Dort beobachtete der erste Philosophieprofessor der Geschichte die Seeigel im Hafenbecken und an der Lagune im Osten des Eilands die Vögel auf ihrer Durchreise in den Süden und begründete gleich noch die Biologie. Neun biologische Werke hat er verfasst. Carl von Linné und Georges Curvier haben ihn gelesen und seine Systematik übernommen. Es fehlt nicht viel, und Aristoteles wäre noch auf das Prinzip der Evolution gekommen.

Otto Marseus van Schrieck - Waldboden mit blauen Winden und Kroete -1660

Das geheimnisvolle Leben zu unseren Füßen

Eine ultramarinblaue Libelle schießt über eine Smaragdeidechse hin. Eine Zornnatter schnappt nach einem Falter. Sie windet sich um eine Distel. Schmetterlinge umtanzen ein Alpenveilchen. All das ereignet sich auf einer "Landschaft mit Reptilien, Insekten, Alpenveilchen und Distel", einem Waldbodenstillleben, für die Otto Marseus van Schrieck schon im 17. Jahrhundert berühmt wurde. Eine Ausstellung des Malers zeigt das Staatliche Museum Schwerin.

Schreiben im Gegenwind

"Die Phantasie ist der Natur gewachsen, das heißt auch: Sprache ist der Natur gewachsen. Das ist die Grundüberzeugung des Dichters." Dichten bedeutet, die Phantasie der Natur zu entziffern. Genau das tut Wilhelm Lehmann in seinen neu herausgegebenen Tagebüchern. Da schimmert die Novembersonne im Morgendunst wie das rotgelbe Dotter des Wendehalses durch die dünne Schale. "Um zu wirken, wird die Wirklichkeit surrealistisch."

Das letzte Porträt von Alexander von Humboldt von Julius Schrader (1859). Im Hintergrund der Chimborazo.

Humboldt im Netz

In einem gemeinsamen Projekt haben die Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz und die Universität Potsdam drei Jahre lang die Amerikanischen Reisetagebücher des Wissenschaftlers Alexander von Humboldt erschlossen und digitalisiert. Nun können Humboldts Beobachtungen weltweit erforscht werden.

"Die Fremde" – der Roman und sein Autor

Der Roman von Gerhard Streminger führt in die schottischen Highlands, in ein stilles Tal, dessen fruchtbare Landschaft die Familien jahrhundertelang ernährte. Gelegentlich entspringende Quellen flossen in kleinen Rinnsalen die Abhänge der Berge hinab, vereinten sich in tiefsten Stellen des Tals zu Bächen und diese schließlich zu einem beachtlichen Fluss. Er ist die Energie und zieht die Begierlichkeit, gekleidet in die Worte Fortschritt und Wohlstand auf sich. 

Relief in der Grabkammer des Nefermaat

Seit Jahrtausenden beeinflusst der Mensch das Ökosystem

JENA. (mpg) Vom Menschen unberührte Landschaften gibt es nirgendwo mehr auf der Erde, und zwar – von wenigen Ausnahmen abgesehen – schon seit Tausenden von Jahren nicht mehr. Das unterstreicht eine aktuelle in der Fachzeitschrift PNAS veröffentlichte Studie unter der Leitung von Nicole Boivin, Direktorin am Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte und Wissenschaftlerin an der Universität Oxford. 

Feedback - Wie Rückkopplung unser Leben bestimmt

OSTERWITZ/AT (hpd) Ein Opus magnum zu einem Thema, das, als eines der mächtigsten Wirkprinzipien der Welt, in seinen vielen Facetten eine nahezu unüberschaubar komplexe Fülle von Einflüssen und Auswirkungen auf die belebte und unbelebte Natur, notabene auch auf Menschen und menschliches Verhalten besitzt. 

Die fehlgeplante Natur

STANFORD/CA, USA. (hpd) Alfred Russel Wallace (1823-1913) hat sich u. a. als Entdecker der natürlichen Selektion, Begründer der Biogeographie und Anti-Kreationist einen Namen gemacht. [1] Im Alter von 80 Jahren veröffentlichte der Forscher allerdings Thesen, die man im Sinne des christlichen Intelligenten Design (ID) interpretieren könnte. War Wallace ein Vertreter der ID-Ideologie?