Soziales

Lebensmittelspenden und Sachspenden für Obdachlose

Die sozialen Folgen der Pandemie

Von den Auswirkungen der weltweiten Corona-Krise sind auch in Deutschland nicht alle Menschen gleichermaßen betroffen. Ein Interview mit dem Soziologen Jan Paul Heisig über unterschiedliche Risiken und Folgen von Kurzarbeit, Schulschließungen und Einsamkeit.

Kinderrechte ins Grundgesetz

Das Deutsche Kinderhilfswerk (DKHW) fordert erneut die Aufnahme von Kinderrechten in das Grundgesetz. Nach Ansicht der Kinderrechtsorganisation wird darin nicht ausreichend beachtet, dass Kinder gleichberechtigte Mitglieder unserer Gemeinschaft und eigenständige Persönlichkeiten mit eigener Würde sind. Zudem fordert das DKHW die Abschaffung der Hartz-IV-Sanktionen für Familien mit minderjährigen Kindern.

Kinder sind ein Armutsrisiko in Deutschland

Gestern veröffentliche die Bertelsmann Stiftung eine Studie, nach der Familien mit geringem Einkommen in den letzten 25 Jahren weiter abgehängt worden sind. Mit einer neuen Methodik haben Forscher dabei festgestellt, "dass vor allem arme Familien bisher reicher gerechnet wurden als sie tatsächlich sind". Das Deutsche Kinderhilfswerk (DKHW) fordert deshalb eine "grundlegende Kraftanstrengung zur Bekämpfung der Familien- und Kinderarmut in Deutschland".

Grundlegende Kenntnisse: Nur wer Deutsch lernt, kann hier Fuß fassen. Solange sich Asylverfahren hinziehen, kriegen die Betroffenen jedoch keinen Sprachkurs – teils monatelang.

Jedes Zimmer eine Kultur für sich

Seit dem Jahr 2015 kamen etwa 1,2 Millionen Flüchtlinge nach Deutschland. Sie möchten hierzulande Zuflucht oder eine neue Heimat finden. Wie gut der Start ins neue Leben klappt, hängt von vielen Bedingungen ab. Wissenschaftlerinnen vom Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften in Göttingen untersuchen genauer, welche Bedürfnisse und Ziele die Flüchtlinge haben – und ob sich diese erfüllen.

Max Sievers mit dem Vorsitzenden der Berliner SPD Franz Künstler, um 1930

Säkulare Sozialarbeit

Am 17. und 18. Dezember 1927 tagt in Dortmund die Gründungsversammlung des "Reichsverbandes für dissidentische Fürsorge". An ihr nehmen 71 Delegierte sowie führende Vertreter der freigeistigen Bewegung in Deutschland teil. Diese Gründung ist ein Resultat mehrjähriger Bemühungen, auch in den freigeistigen Verbänden und humanistischen Gemeinschaften die Sozialarbeit und freie Kinder- und Jugendhilfe zu organisieren und dabei die rechtlichen Möglichkeiten des Subsidiaritätsprinzips zu nutzen. 

Warum wir uns die Reichen nicht leisten können

Der Ökonom und Sozialwissenschaftler Andrew Sayer erörtert in seinem Buch "Warum wir uns die Reichen nicht leisten können" die Folgewirkungen ansteigender sozialer Ungleichheit im weltweiten Maßstab. Er kann seine diesbezüglichen Einwände anhand von einer Fülle von Daten belegen und setzt sich auch präventiv kritisch mit möglichen Einwänden auseinander, will aber auch mehr eine Analyse und weniger ein Manifest vorlegen.