Soziales

Ministerin schiebt Verantwortung ab

WIEN. (hpd) Im Skandal um einen 14-Jährigen, der in der Untersuchungshaft vergewaltigt wurde, schiebt Justizministerin Beatrix Karl die Verantwortung ab. In einer Pressekonferenz am Freitag kritisierte sie die Richterin, die die U-Haft verhängt hatte. Und fühlt sich sonst in der Causa missverstanden. Karls Aussagen zu dem Skandal hatten in der vergangenen Woche für erhebliche Aufregung gesorgt.

Justizministerin provoziert einen Aufstand

WIEN. (hpd) Österreichs Justizministerin Beatrix Karl (ÖVP) hat einen Aufstand gegen sich und ihre Amtsführung provoziert. Ausgangspunkt ist ein 14-Jähriger, der in Untersuchungshaft mit einem Besenstiel vergewaltigt wurde. Eine direkte Folge schlechter Haftbedingungen, sagen namhafte Experten. Die Ministerin behauptet, die Haftbedingungen seien nie besser gewesen. Und reagiert in den Augen vieler herzlos.

Säkulare Gegenwehr gegen Suggestionen

TRIER. (hpd/EHT) Selbsternannte „Lebensschützer“ haben 20.000 Haushalte mit Plastik-Embryos sowie falschen Informationen belästigt und setzen auf Emotionen und Suggestion. Die Evolutionären Humanisten in Trier haben der verantwortlichen Organisation einen Offenen Brief geschrieben und bitten um Mitunterzeichnung.

Tierische Wahlverwandtschaft

(hpd) Gabriel García Márquez hätte sich die Geschichte nicht besser ausdenken können. Doch sie scheint wahr. Alles ist möglich in einem Kontinent, in dem der Surrealismus nach dem Empfinden mancher ihrer Bewohner nicht erfunden werden musste, weil er Realität ist. Ein Mädchen wächst unter Affen auf, wird Straßenkind, Haussklavin in einem Bordell und bei einer Mafia-Familie. Das Erstaunlichste: Es geht gut aus.

Traumafolgekosten

KIEL. (hpd) Nicht nur durch das Aufdecken der Missbrauchsfälle in den vergangenen Jahren ist es zu einem höheren Interesse gekommen, sich mit traumatischen Ereignissen sowie deren Folgen auseinanderzusetzen. Psychologen haben sicher schon längst die dauerhaften Folgen von Missbrauch und Gewalt erkannt. Jedoch jetzt erst liegt eine Studie vor, die sich mit den Kosten befasst.

Konferenz zu Nordkoreas Menschenrechtslage

BERLIN. (hpd) „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser Konferenz kennen die komplexen Rahmenbedingungen sehr genau, der breiten Öffentlichkeit sind sie jedoch kaum gegenwärtig.“ Dieser Aussage aus dem Grußwort des Bundespräsidenten Joachim Gauck gegenüber stand der Zeugenbericht von Hye-sook Kim. Sie war mit 12 Jahren in ein Arbeitslager verschleppt worden und überlebte dort 28 Jahre, bevor ihr die Flucht aus Nordkorea gelang.

Der Bonobo und der Atheist

BERLIN. (hpd) Vergangenen Donnerstag hielt der bekannte Primatologe Frans de Waal einen Vortrag über Moralempfinden bei nicht-menschlichen Tieren und stellte sein neues Buch vor, für das es aus merkwürdigen Gründen erst einmal keine deutsche Übersetzung geben wird.

Denken der Elite und „soziale Herkunft“

(hpd) Der Soziologe Michael Hartmann geht in seiner Studie der Frage nach, wie die Angehörigen besser gestellter gesellschaftlicher Kreise über die soziale Entwicklung denken und welche Einflussfaktoren dafür von besonderer Bedeutung sind. Der Autor kann überzeugend den hohen Einflussfaktor der „sozialen Herkunft“ identifizieren und warnt vor den mit dieser Entwicklung einhergehenden Gefahren für die Demokratie.

„Rassisten in Deutschland“ – missglückt

(hpd) Der Historiker und Publizist Harry Waibel will in seinem Buch die Entwicklung von Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus in der alten Bundesrepublik, der DDR und dem wiedervereinigten Deutschland darstellen. So interessant einzelne Beschreibungen sind, enttäuscht das Buch doch durch die fehlende Kenntnis der Forschung und die eher oberflächlichen Darstellungen.

„Pionier des Umdenkens“

BERLIN. (hpd/dgpd) Als „kritischen Vordenker und Pionier eines Umdenkens im Umgang mit dem Sterben“ würdigt Elke Baezner, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) e.V. den am Sonntag verstorbenen Walter Jens.