Internationales

Christenverfolgung, Mission und Open Doors

STUTTGART. (hpd) Die Anschlagsserie in Pakistan vom 11. Jan. 2013, die sich gegen muslimische Schiiten richtete und mehr als 100 Tote forderte, zeigt exemplarisch, dass religiöse Gruppierungen und radikale religiöse Minderheiten ebenso wie Ungläubige und Atheisten heute vielerorts von religiös motivierten Auseinandersetzungen betroffen sind, denen die Welt hilflos gegenübersteht. Auch christlicher Missionare.

Volksbegehren vom 15. bis 22. April

WIEN. (hpd) Das Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien ist endgültig durch. Montagabend hat das Innenministerium den Termin für die sogenannte Eintragungswoche bekanntgegeben: Von 15. bis 22. April wird die Initiative gegen Kirchenprivilegien auf allen Gemeindeämtern Österreichs aufliegen. Gleichzeitig mit dem Volksbegehren „Demokratie jetzt“.

EU will Wasserversorgung privatisieren

BRÜSSEL. (hpd) Nach Informationen des TV-Magazins Monitor will die EU-Kommission in einer Geheimoperation die Wasserversorgung privatisieren. Der Zugang zu sauberem Trinkwasser, obwohl seit Juli 2010 ein von der UN verbrieftes Menschenrecht (Resolution 64/292), soll zum Spekulationsobjekt von Unternehmen wie der deutschen RWE und Gelsenwasser oder europäischer Großkonzerne wie Thames Water oder Veolia werden.

Antisemitismus, Nahost-Konflikt und Zionismus

(hpd) Der israelische Historiker Moshe Zuckermann veröffentlicht in „Wider den Zeitgeist. Bd. I“ Aufsätze und Gespräche. Dabei kritisiert der Autor die Instrumentalisierung des Antisemitismusvorwurfs zur Immunisierung vor Kritik, berücksichtigt aber nicht intensiv genug die Existenz von antisemitischen Mentalitäten hinter bestimmten Einwänden.

Lebenswelt als Marktgesellschaft

(hpd) Der in Harvard lehrende Philosoph Michael J. Sandel kritisiert das Eindringen des Marktdenkens in die soziale Lebenswelt. Die dazu geschilderten Beispiele geben einen bedrohlichen Eindruck von den gesellschaftlichen Folgen; gleichwohl hätte man sich dazu auch etwas mehr analytischen Tiefgang gewünscht.

Wie Böhmen noch bei Österreich war

WIEN. (hpd) Die Tschechinnen und Tschechen wählen am Wochenende erstmals ihren Staatspräsidenten. Es wird entweder der ehemalige Premierminister Milos Zeman oder der Außenminister Karl Schwarzenberg. Von letzterem sind Österreichs Medien angetan. Die Motive erscheinen fragwürdig.

Abkehr von der Opfer-Perspektive

(hpd) Peter Menasse, Chefredakteur des jüdischen Magazins NU in Österreich, formuliert in seinem Essay eine Kritik an der Instrumentalisierung des Antisemitismus-Vorwurfs und des Selbstverständnisses als Opfer. Sein damit einhergehender Appell an eine Neupositionierung jüdischer Identität wird leider beleglos, formal unstrukturiert und inhaltlich zugespitzt – eben essaystisch – vorgetragen.

Das dicke Ende kommt erst

WIEN. (hpd) Die katholische Kirche in Österreich kann die Austrittswelle nicht eindämmen. Allen Versuchen zum Trotz, sie schön zu reden. Mittelfristig gesehen dürfte die allerdings nur ein Teil des Problems sein. Der katholische Schrumpfungsprozess wird sich beschleunigen. Etwas mehr als 63 Prozent der Österreicher sind als Katholiken registriert.

Notizen aus Polen (2)

POLEN. (hpd) Bemerkenswertes aus säkularer Sicht (Zeitraum 15.12. – 13.01.13). Eine Gesetzesinitiative der Palikot-Bewegung zur Patientenverfügung, die Kirche fordert eine Lizenz bei der Umstellung auf digitales Fernsehen, drei Priester-Skandale in kurzer Zeit und die Heiligen Drei Könige als großes Kirchenfest.

Belgische Sterbehilfedebatte erneuert

BRÜSSEL. (hpd) Vorige Woche erschien in der belgischen Presse die Mitteilung, dass Mitte Dezember 2012 zum ersten Mal auf der Welt eineiige Zwillinge (45) das Recht auf Sterbehilfe nutzten, um gemeinsam zu sterben. Beide Männer aus der belgischen Gemeinde Putte waren taub geboren und verbrachten ihr ganzes Leben zusammen.