Termine

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Filmplakat
Filmplakat "GOTT"

„GOTT“ und der ärztlich assistierte Suizid

Filmvorführung im Zebra-Kino Konstanz (Chérisy-Kaserne)

Der Kinofilm „GOTT“ von Ferdinand von Schirach ist eines der erfolgreichsten Dramen unserer Zeit. 2025 kamen zu den 31 Veranstaltungen der DGHS durchschnittlich über 120 Kinobesucher. Zur Handlung Richard Gärtner, ein 78-jähriger ehemaliger Architekt, gespielt von Matthias Habich, hat einen Wunsch: Er möchte sein Leben beenden. Aber er will dies nicht im Ausland tun, sondern legal, mit der Unterstützung seiner Hausärztin. Die Situation von Richard Gärtner wird vor dem Ethikrat diskutiert. Die Debatte dreht sich nicht darum, welche Arten von Sterbehilfe für Ärzte straffrei sind, sondern ob Ärzte den Wunsch eines lebensmüden Patienten erfüllen dürfen – unabhängig davon, ob der Patient jung oder alt, gesund oder krank ist. Dr. Keller, ein Mitglied des Ethikrates, gespielt von Ina Weisse, befragt Experten und lässt sie ihre Meinungen äußern. Am Ende wendet sich die Vorsitzende direkt an das Publikum mit der Frage: Soll Richard Gärtner das tödliche Medikament erhalten, um sein Leben selbstbestimmt zu beenden?

Die Situation in der Realität
Über 75% der befragten deutschen Bürger:innen sind für Selbstbestimmung am Lebensende; aber nur ca. 15% wissen laut einer Forsa-Umfrage vom Oktober 2024, dass professionelle Suizidhilfe in Deutschland erlaubt ist. Ja, Freitodbegleitungen sind in Deutschland legal und finden in einem gesicherten Rechtsrahmen statt. In dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom Februar 2020 wird als einzige Voraussetzung die Freiverantwortlichkeit der Sterbewilligen gefordert. Jeder darf helfen – auch alle Ärzt:innen und professionellen Organisationen.

Die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) e.V. ist mit über 75.000 Mitgliedern die größte Bürgerrechts- und Patientenschutzorganisation in Deutschland. Sie setzt sich seit ihrer Gründung im Jahr 1980 für das Recht auf Selbstbestimmung über das eigene Leben ein. Die DGHS ist als gemeinnütziger Verein anerkannt. Sie hat seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts im Februar 2020 mehr als 2.300 Menschen an professionelle Freitodteams vermittelt. Diese bestehen aus einem Jurist/einer Juristin und einem Arzt/einer Ärztin.

Die gbs-Bodensee e. V. ist eine von über 50 Regionalgruppen im Förderkreis der Giordano-Bruno-Stiftung. Sie betreibt in Konstanz das Humanistische Bildungs- und Begegnungszentrum (hbbk). Organisatoren der Sondervorführung: Zebra Kino Konstanz, gbs-Bodensee und Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS)

Veranstaltungsdaten
Samstag, 19.09.2026, 14:00 Uhr im Zebra Kino e.V., Joseph-Belli-Weg 5, 78467 Konstanz.

Der Film beginnt um 14:30 Uhr. Anschließend besteht die Möglichkeit zur Diskussion mit Ursula Bonnekoh, DGHS-Präsidiumsmitglied. Inhaltlich geht es um die rechtliche Situation der Suizidhilfe in Deutschland sowie um die Umsetzung des ärztlich assistierten Freitods. Karten gibt es im Vorverkauf oder an der Abendkasse des Kinos.

Bildrechte: Constantin Film