Inge Hüsgen

Die Autorin ist die Chefredakteurin des "Skeptiker", der Vierteljahreszeitschrift der GWUP (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften) sowie Redakteurin beim Humanistischen Pressedienst.

Artikel der Autorin

Italien verbietet Fleisch aus dem Labor

Als erstes Land Europas hat Italien die Herstellung von Fleisch aus der Retorte verboten. Die Befürworter berufen sich auf den Schutz von traditionellen Produkten. Während der Bauernverband Coldiretti das neue Gesetz begrüßt, hagelt es Kritik von Oppositionspolitikern sowie von Tier- und Umweltschützern.

Nur die Spitze des Eisbergs

789.000 Euro "in Anerkennung des Leids" – diese Summe hat das Bistum Trier 2022 an Opfer sexueller Gewalt durch Kirchenleute gezahlt. Das geht aus dem kürzlich veröffentlichten ersten Rechenschaftsbericht des Bistums hervor.

Annette Kurschus

Die EKD und der Missbrauchs-Sumpf

Schon auf der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) vergangene Woche brodelte die Gerüchteküche. Nun trifft es die EKD wie ein Paukenschlag: Die Ratsvorsitzende Annette Kurschus ist gestern von allen Ämtern zurückgetreten. Der 60-jährigen Ex-EKD-Chefin wird die Vertuschung von sexualisierter Gewalt vorgeworfen.

Kirchen verlieren rasant an Zuspruch

Es geht schneller als erwartet: Immer mehr Menschen in Deutschland lösen sich von den Kirchen, im Kopf und auf dem Papier. Setzt sich diese Entwicklung fort, werden Christinnen und Christen schon nächstes Jahr in der Minderheit sein. Zu diesem Ergebnis kommt die sechste Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die nun auf der Synode in Ulm vorgelegt wurde.

Symposium Kortizes 2023

"Trotz aller Unterschiede sind wir eine Menschheit"

Die Evolution des Menschen verstehen und mit diesem Wissen die Zukunft unserer Spezies nach ethischen Werten gestalten: das war Anliegen des Evolutionsbiologen Julian Huxley, der als erster UNESCO-Generaldirektor die Philosophie des evolutionären Humanismus in die damals neu geschaffene Weltorganisation einbrachte. Dies geschah im Jahr 1946, vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs mit all seinen Gräueln. Heute, fast 80 Jahre später, steht die Menschheit vor neuen existenziellen Problemen. Unsere Fähigkeiten, die Umwelt zu verändern, haben den Planeten massiv verändert und stellen uns vor nie dagewesene Herausforderungen.

Moschee in Harlem, New York

Muezzinruf in New York City

Moscheen in New York City dürfen den Gebetsruf jetzt ohne gesonderte Genehmigung der Stadtverwaltung erschallen lassen. Während islamische Verbände die Entscheidung begrüßen, weist die säkulare NGO Atheist Republic auf problematische Konsequenzen hin. Die neue Regelung bedeute nicht nur die Privilegierung einer Religion gegenüber anderen Glaubensgemeinschaften, sondern sie verwische auch die verfassungsmäßig garantierte Trennung von Staat und Kirche.

"Die Attraktivität ist beim Menschen in vielen sozialen Kontexten wichtig"

Die Entwicklungsbiologin und Genetikerin Prof. Dr. Christine Nüsslein-Volhard wurde 1995 als erste deutsche Frau überhaupt mit dem Nobelpreis für Medizin oder Physiologie ausgezeichnet. Sie war langjährige Direktorin am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen und leitete von 2014 bis 2022 eine Emeritusgruppe, die zur Bildung von Farbmustern bei Fischen forschte. Dieses Thema greift sie auch als Eröffnungsrednerin beim Symposium Kortizes 2023 "Naturgewalt und Geisteskraft" am morgigen Freitag, 6. Oktober in Nürnberg, auf. Inge Hüsgen sprach mit ihr über die Bedeutung von Grundlagenforschung und über die Rolle von Schönheit in der Evolution des Menschen.

Weltanschauung in der Kritik: Die Strategien von Waldorfschulen

"Mut zu mehr Weltanschauung" hat sich der Bund der Freien Waldorfschulen kürzlich auf die Fahnen geschrieben. Doch was verbirgt sich hinter diesem Slogan? Vor rund einhundert Jahren von Rudolf Steiner begründet, richten Waldorfschulen bis heute ihren Unterricht nach dem Modell der "anthroposophischen Menschenkunde" aus. Die Anthroposophie ist bekannt als esoterisch-ideolgische Lehre, einige Erscheinungsformen wurden bereits in der vorherigen Ausgabe der Zeitschrift Skeptiker kritisch betrachtet. Mit dem nun erschienenen neuen Heft (Skeptiker 3/2023) wird diese Mini-Serie abgeschlossen.