Religionen

Rezension

Pluralistische Religionspolitik

Das Anwachsen der Gruppe der Konfessionsfreien und das Hinzukommen des Islam unterziehen die deutsche Religions- und Weltanschauungsfreiheit einer Prüfung, die zu einem reformierten Religionsrecht führen sollte, das kein herkömmliches Staat-Kirchen-Recht mehr sein kann. So die Tendenz von Hans Markus Heimann im vorliegenden Buch. Seine Vorschläge haben eine gewisse Nähe zu denen des HVD, den der Autor aber wahrscheinlich gar nicht kennt. Eine große Distanz zu "laizistischen Puristen" durchzieht die Publikation, die von Horst Groschopp im Folgenden rezensiert wird.

Religion und Schule in Zeiten wachsender kultureller Vielfalt

Die Zuwanderungsdebatte macht der Öffentlichkeit bewusst, dass die Zeiten der Vergangenheit angehören, in denen vorwiegend zwei Kirchen mit einem Buch das Wertegerüst unserer Gesellschaft bestimmten oder zu bestimmen meinten. Deutschland ist kulturell vielfältig, nicht nur wegen einer wachsenden Zahl an Flüchtlingen. Die einen begrüßen dies, bei anderen werden Ängste geweckt. Integration ist das Zauberwort, Zergliederung der Gesellschaft in kulturell und schlimmstenfalls auch räumlich getrennte Subkulturen mit Recht ein Schreckgespenst.

Ausschnitt Deckblatt

Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten

"Gott und die Welt. Religion macht Geschichte"

Bundespräsident Joachim Gauck ist Kirchenferne nicht gerade nachzusagen. So wundert es nicht, dass der aktuelle Geschichtswettbewerb, den er gemeinsam mit der Körber-Stiftung gestartet hat, unter dem Motto "Gott und die Welt. Religion macht Geschichte" steht. Doch der Text der Ausschreibung des Wettbewerbs ließe auch kritische Texte zu.

Petersplatz, gesehen von der Kuppel des Petersdomes

Die RELIGION

Exklusiv! Der Papst im hpd-Interview

Deniz Y. Dix ist "Gegenpapst" und Oberhaupt der Religionsgemeinschaft "Die RELIGION". In einem exklusiven hpd-Interview spricht er über die Glaubensgrundsätze seiner Religion, das lukrative Geschäft mit dem Aberglauben und über aktuelle Projekte.

Faust Gewalt

Kommentar

Der Papst, die Gewalt und der Glaube

Jorge Bergoglio, von vielen verehrt als Papst Franziskus, sprach sich auf seinem Rückflug vom Weltjugendtag in Krakau gegen die Gleichsetzung von Islam und Gewalt aus. Löblich, findet hpd-Kommentator Falko Pietsch. Allerdings unterschlägt der Papst – für sein Metier nicht ganz unerwartet – dass Gewalt auch im Namen der Religion begangen wird.

Feuer

Mehr Religion gegen religiösen Terror gefordert

Wenn ein Brand mit Benzin gelöscht werden soll

Unisono tönt es: Wir brauchen mehr Religion gegen den (religiösen) Terror! Bombenbauer, Messerschwinger und andere Mörder seien alles nur Menschen, die die Religion nicht richtig verstanden haben – so heißt es. Deshalb – so die verquere Logik – müsse es mehr Religionen geben.

Sind wir noch entschlossen, unsere Gesellschaftsordnung und ihre Werte zu verteidigen?

Was sind uns Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Menschenrechte wert?

BERLIN. (hpd) Seit geraumer Zeit wird auf Tagungen und in den Medien heftig und kontrovers die Frage diskutiert – und die Ereignisse der letzten Woche haben die Diskussion erneut befeuert – wie die Radikalisierung Jugendlicher und ihre Hinwendung zu gewalttätigen islamischen Gruppierungen zu verhindern sei. Das Zauberwort lautet regelmäßig: Mehr Bildung! Aber kann das so pauschal stimmen?

Rezension

Der Verschwörungsglaube als religiöses Problem

BONN. (hpd) Der Politik- und Religionswissenschaftler Michael Blume deutet in seinem Buch "Verschwörungsglauben. Der Reiz dunkler Mythen für Psyche und Medien" Konspirationsvorstellungen als religiöses Problem. Seine Auffassung überzeugt angesichts der Glaubensdimension von Verschwörungsanhängern, wird aber in seinem Buch etwas durcheinander und umständlich erläutert.