Ich habe in einem früheren Artikel hier beim hpd (Relativitität ohne Bezug - Wie politische Zahlen ihre Wahrheit verlieren - 10. Oktober 2025) hierzu einiges klargestellt. Kernaussage: Die Relation der Sozialausgaben im Verhältnis zum Bundeshaushalt hat sich seit 2015 sogar verringert. Mithin ist sogar eine Art virtueller "Überschuss" über die Zeit entstanden.
Die Erzählung von der Unfinanzierbarkeit des Sozialstaates ist erstens Unsinn und ist es zweitens, weil es unter falschen Prämissen geführt wird. Ich komme in der angekündigten Artikelserie zum Sozialstaat darauf zurück.
Ich mache zudem keine operativen Vorschläge - mein Anliegen ist, den Blick auf die Grundlagen, die Voraussetzungen und die Folgen der Sozialstaatlichkeit zu schärfen, damit überhaupt ein Rahmen sichtbar wird, in dem operatives Handeln sinnvoll und gerechtfertigt ist.