Die Angst vor der Hamas
Der hpd hatte über Extremisten im Parteiumfeld der Berliner Die Linke berichtet. Der SPIEGEL macht nun Details aus einem Interview mit der Berliner Bürgermeisterkandidatin Elif Eralp öffentlich, die zeigen, wie weit der Einfluss dieser Kreise reicht.
In einem Vermerk spricht sie offen an, dass es um Personen mit Kontakt zur Hamas geht: „Das LKA hat damals gesagt, sie empfehlen, nie konkrete Namen zu nennen. Damals ging es um [Organisierte Kriminalität]. Jetzt geht’s um Leute mit Kontakten zur Hamas. Ich kann mich und meine Familie für den SPIEGEL nicht in Gefahr bringen. Was machen wir jetzt? Das ganze Interview stornieren?“
Über die Antwort auf die Frage, ob es sich um Ibrahim Ibrahim handele, über den auch der hpd berichtet hatte, schreibt der SPIEGEL: „Eralps Antwort, die man formal hier mangels Autorisierung nicht zitieren dürfte, die aber schlicht nicht anders zu umschreiben ist: Ja.“
Dass es sich nicht, wie stets behauptet, um Einzelfälle, sondern um ein grundlegendes Problem handelt, scheint nun auch beim SPIEGEL angekommen zu sein: „Eralps Furcht vor Ibrahim und dem Milieu propalästinensischer Terrorsympathisanten ist keineswegs typisch für die Berliner Linke. Teile von Eralps Partei suchen die Nähe zu Ibrahim und seinem VPNK, sie kooperieren teils offen miteinander. Berührungsängste? Fehlanzeige.“