Forschung

Femizide: Umfassende Studie zur Tötung von Frauen in Deutschland

Wenn Frauen zu Todesopfern von "Eifersuchtsdramen", "Familientragödien" oder "Ehrenmorden" werden, ist ihre Geschlechtszugehörigkeit oft ein wesentlicher Bestandteil der Tatmotive. Expert*innen des Instituts für Kriminologie der Universität Tübingen und des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen durchleuchten Taten, Tatmotive und Rechtsprechung auf breiter Datengrundlage.

Acker-Schmalwand (Arabidopsis thaliana)

Neues Verständnis von Evolution

Pflanzen vermeiden gefährliche Mutationen

DNA-Mutationen treten nicht so zufällig auf, wie bisher angenommen wurde. Dies zeigen neue Forschungsergebnisse des Max-Planck-Instituts für Biologie Tübingen und der University of California Davis in den USA. Die Ergebnisse können unsere Sichtweise der Evolution drastisch verändern. Die Erkenntnisse haben weitreichende Auswirkungen, von besseren Kenntnissen über die Domestizierung von Nutzpflanzen bis hin zu Vorhersagen über die Mutationslandschaft bei Krebserkrankungen.

Wenn ein Theologe auf Hilfe aus dem Weltraum hofft

Die Aliens und der liebe Gott

Mit dem Start des James-Webb-Weltraumteleskops Ende Dezember ist die Suche nach Leben im Weltall wieder einmal ins öffentliche Interesse gerückt. Doch wie wird die Menschheit reagieren, wenn wir tatsächlich auf Außerirdische stoßen? Wie jetzt bekannt wurde, unterstützte die NASA bereits 2015 ein 24-köpfiges Fachteam, das dieser Frage aus theologischer Sicht nachging. Einer von ihnen war der Theologe Andrew Davison, der sich durch einen Erstkontakt mit ET einen Boom religiöser Glaubenslehren in der Bevölkerung erhofft.

Beispiel für einen Deepfake

Deepfakes: Manipulationen als Gefahr für die Demokratie

Wie lässt sich prüfen, ob Informationen echt und vertrauenswürdig sind – gerade solche, die über das Internet oder die Sozialen Medien verbreitet werden? Die Möglichkeit, etwa Videos und Fotos mit Hilfe Künstlicher Intelligenz (KI) zu manipulieren, machen eindeutige Antworten immer schwieriger. Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben sich im Auftrag des Europaparlaments mit den potenziellen Gefahren der Deepfake-Technologie beschäftigt und Optionen für eine bessere Regulierung entwickelt.

Die Sieger des Wettbewerbs von INH und GWUP

Wenn Studierende eine Homöopathie-Studie zerlegen

Es sieht finster aus für die Quatsch-Medizin. Verzweifelt klammert sich die Homöopathie-Lobby an jeden Strohhalm, während der Blick rüber nach Großbritannien sie erschaudern lässt. Auch der akademische Nachwuchs steht der überholten Heilslehre zunehmend kritisch gegenüber. Wie gut Studierende die Schwachstellen selbst in einer scheinbar makellosen Studie erkennen, zeigen die Ergebnisse eines ersten Wettbewerbs, den das Informationsnetzwerk Homöopathie (INH) gemeinsam mit der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) ausgeschrieben hat.

Hochwasser in Koblenz

Weltklimarat:

Dürren und Überschwemmungen werden häufiger und heftiger

Katastrophen, wie wir sie in diesen Wochen erleben, drohen in Zukunft immer häufiger und verheerender zu werden. Das gilt für Überschwemmungen ebenso wie für Hitzewellen und Dürren, die Waldbrände nach sich ziehen können. Zu dieser Erkenntnis gelangen mehr als 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 66 Ländern im sechsten Sachstandsbericht des Intergovernmental Panel of Climate Change (IPCC) zu den naturwissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels.

Erwachsener männlicher Schimpanse im Loango Nationalpark in Gabun.

Forschungsteam untersucht nun Einflüsse von Nahrungskonkurrenz und Klimawandel

Tödlicher Angriff von Schimpansen auf Gorillas beobachtet

Ein Forschungsteam der Universität Osnabrück und des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie aus Leipzig hat erstmals tödliche Angriffe von Schimpansen auf Gorillas in freier Wildbahn beobachtet. Ob dieses Verhalten auf die Konkurrenz um Nahrung oder einen durch den Klimawandel bedingten Rückgang der Produktivität des Regenwaldes zurückzuführen ist, soll nun näher erforscht werden.

Rotkehlchen (Erithacus rubecula)

Singvögel mögen es süß

Der Mensch erkennt ohne Probleme süß schmeckende Lebensmittel – und das sogar sehr gerne. Vielen fleischfressenden Tieren jedoch fehlt diese Fähigkeit. Ob Vögel als Nachfahren fleischfressender Dinosaurier Süßes erkennen, war bislang unklar.

Bonobos

Wird die Anzahl wildlebender Bonobos überschätzt?

Es könnte weniger Bonobos in freier Wildbahn geben als gedacht. In den letzten 40 Jahren haben Forschende den Bestand der gefährdeten Menschenaffenart geschätzt, indem sie die Anzahl ihrer Schlafnester zählten, die diese in den Wäldern des Kongobeckens hinterlassen. Nun berichten Forscher des Max-Planck-Instituts für Verhaltensbiologie in Konstanz, dass sich die Verfallszeit der Schlafnester in den letzten 15 Jahren um 17 Tage verlängert hat. Werden diese Veränderungen nicht berücksichtigt, würde die Populationsdichte um bis zu 60 Prozent überschätzt, was wiederum den Erhalt dieser gefährdeten Menschenaffen in freier Wildbahn aufs Spiel setzen würde.