Forschung

Das Nürnberger Planetarium war gut gefüllt

Die Kortizes-Veranstaltungsreihe "Vom Reiz des Übersinnlichen"

Irrtümer, Verschwörungsmythen und Wissenschaft

Wandersagen gibt es auch im Wissenschaftsbetrieb. Einige haben sogar in Lehrbücher Eingang gefunden, etwa in der Psychologie. Also besser raus aus der Bibliothek und auf die eigene Intuition hören? Immerhin hat diese Strategie unseren Vorfahren häufig das Leben gerettet. So oft, dass sich die Tendenz zum Bauchgefühl als evolutionärer Vorteil erwiesen hat. Doch bei komplexeren Zusammenhängen handeln wir uns damit vielfältige Denkfehler ein.

Palmyra

Aus der Klimageschichte lernen

Klimaveränderungen im Laufe der Geschichte, wie die Kleine Eiszeit während des 13. bis 19. Jahrhunderts, werden häufig mit Hungersnöten, Krisen und Kriegen in Verbindung gebracht. Doch es gibt auch viele Beispiele, wie Bevölkerung und Politik die veränderten Bedingungen zu ihrem Vorteil nutzen oder zumindest Stabilität wahren konnten.

Neuer Corona-Test entwickelt

Um die Ausbreitung von Sars-CoV-2 einzudämmen, ist es notwendig, viele Menschen regelmäßig und vor Ort auf das Virus zu testen. Forscher haben ein verbessertes Protokoll für den Nachweis von Sars-CoV-2 entwickelt. Diese Methode kann eine positive Probe in einem Pool mit 25 nicht infizierten Proben in weniger als einer Stunde nachweisen.

Windwurf, Waldbrand und Insektenplagen

Klimawandel gefährdet den europäischen Wald

In den letzten Jahren haben die europäischen Wälder stark unter den extremen Klimabedingungen und deren Folgen gelitten. Ein Großteil der europäischen Wälder ist potenziell durch verschiedene schädigende Ereignisse wie etwa Insektenbefall gefährdet. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie eines internationalen Teams.

Schnelles Denken, langsames Denken in der Coronakrise

Wer über ein gutes Verständnis wissenschaftlicher Zusammenhänge verfügt, glaubt weniger an Corona-Verschwörungserzählungen. Doch gerade in Krisenzeiten, wie wir sie derzeit erleben, können Emotionen leicht die Oberhand gegenüber dem rationalen Denken gewinnen und die Anfälligkeit für Pseudowissenschaft und Verschwörungsdenken erhöhen.

Die Coronapandemie kostet weltweit Millionen Menschen das Leben.

Verlorene Lebenszeit durch Corona

Um die Folgen der Covid-19-Pandemie auf die Sterblichkeit richtig einzuschätzen, reicht es nicht, die Toten zu zählen. Deshalb hat ein internationales Team aus Forschern 1,2 Millionen Todesfälle aus 81 Ländern ausgewertet. Sie fanden heraus, wie alt die Menschen waren, die an Covid-19 gestorben sind – und damit, wie stark ihre Leben im Vergleich zur durchschnittlichen Lebenserwartung verkürzt wurden.

Neues Modell eines Neandertalers (Mann und Frau) im Neandertal-Museum

Neandertaler-Genvarianten und Covid-19

Letztes Jahr entdeckten Forscher am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig und am Karolinska Institutet in Schweden, dass wir den wichtigsten genetischen Risikofaktor für einen schweren Verlauf der Krankheit Covid-19 vom Neandertaler geerbt haben. Nun beschreiben dieselben Forscher, dass Neandertaler nicht nur schädliche, sondern auch schützende Varianten zu unserem Genom beigesteuert haben.

Interview

"Eine laute Minderheit kann die leise Mehrheit zum Schweigen bringen"

Wie sich in sozialen Medien Meinungen bilden und inwiefern es dabei zu einer zunehmenden Polarisierung der Standpunkte kommt, untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus sechs europäischen Ländern im Projekt "Odycceus" (kurz für Opinion Dynamics and Cultural Conflict in European Space). Wir sprachen mit Eckehard Olbrich und Sven Banisch, die seitens des Max-Planck-Instituts für Mathematik in den Naturwissenschaften an dem Forschungsvorhaben beteiligt sind.

Schimpansen schließen sich ihren engen Bindungspartnern im Kampf gegen Rivalen an.

Befreundete Schimpansen kämpfen gemeinsam

Menschen kooperieren in großen Gruppen miteinander, um Territorien zu verteidigen oder Krieg zu führen. Doch was liegt der Evolution dieser Art von Kooperation zugrunde? Forscher zeigen, dass es einen Zusammenhang zwischen sozialen Bindungen und der Beteiligung an großangelegten Kooperationen geben könnte: Schimpansen schließen sich ihren engen Bindungspartnern an, wenn sie gegen Rivalen kämpfen.

Studien zu Corona-Langzeitfolgen

Auch nach einem halben Jahr noch nicht gesund

Je länger die Corona-Pandemie andauert, desto besser kann man Aussagen über die Langzeitauswirkungen einer Covid-Erkrankung treffen. Neue Studien zeigen jetzt: Auch ein halbes Jahr nach der Infektion klagen die meisten Patienten noch über Beschwerden – sogar in Folge eines leichten Verlaufs.