Armin Pfahl-Traughber

Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughber, Jg. 1963, ist hauptamtlich Lehrender an der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung mit den Schwerpunkten "Politischer Extremismus" und "Politische Ideengeschichte". Außerdem gibt er seit 2008 ebendort das "Jahrbuch für Extremismus- und Terrorismusforschung" heraus.

Artikel des Autoren

Die Abgehobenheit der Eliten – aus soziologischer Sicht

Der Elitenforscher und Soziologe Michael Hartmann problematisiert in seinem Buch "Die Abgehobenen. Wie die Eliten die Demokratie gefährden" die gesellschaftlichen Folgen von sozialer Exklusivität der Mächtigen im Lande. Was zunächst wie ein Diskursbeitrag zum Populismus klingt, kann sich auf fundierte sozialwissenschaftliche Studien stützen – und geht einher mit beachtenswerten politischen Warnungen.

Peter Zudeick 2013 bei den Tutzinger Radiotagen

Gegen die Instrumentalisierung von Begriffen:

"Heimat", "Volk" und "Vaterland"

Der Journalist Peter Zudeick geht in seinem Buch "Heimat, Volk, Vaterland. Eine Kampfansage an rechts" der Geschichte der genannten drei Begriffe nach, um deren Instrumentalisierung durch die politische "Rechte" zu kritisieren. Der Autor macht dabei auf andere Traditionen aufmerksam, reflektiert aber nicht bezüglich "linker" Vereinnahmungsbemühungen genügend mögliche kontraproduktive Wirkungen.

Daniel Bax’ neues Buch

Deutungen zu den Erfolgen des Rechtspopulismus

Der ehemalige TAZ-Redakteur Daniel Bax setzt sich in seinem neuen Buch "Die Volksverführer. Warum Rechtspopulisten so erfolgreich sind" mit entsprechenden Deutungen auseinander. Dabei kritisiert er anschaulich allzu leichtfertige Erklärungen, wobei es aber auch zu Einseitigkeiten und Themenabweichungen kommt.

Peter Singer

Peter Singers neues Buch

Plädoyer für eine darwinistische Linke

Der Philosoph Peter Singer plädiert in seinem Buch "Linke, hört die Signale! Vorschläge zu einem notwendigen Umdenken" für die Versöhnung von Darwinismus und Linken. Sein Plädoyer für eine darwinistische Linke bleibt gleichwohl auf der philosophischen Ebene stehen, plädiert aber reflexionswürdig für einen neuen Realismus.

Aktuelles Jahrbuch für Antisemitismusforschung erschienen

Antisemitismus unter Flüchtlingen

Das "Jahrbuch für Antisemitismusforschung" erschien erneut mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten, wozu diesmal auch die Frage nach dem Antisemitismus unter Flüchtlingen gehört. Dessen Existenz wird dabei deutlich, die Relevanz ist indessen unklar. Insofern besteht hier weiterhin hoher Forschungsbedarf.

Rezension

Eine Streitschrift gegen die Illusionen der Liberalen und Linken

Nils Heisterhagen legt mit "Die liberale Illusion. Warum wir einen linken Realismus brauchen" eine Streitschrift gegen die Illusionen der Liberalen und Linken gegenüber Perspektivlosigkeit und Ungleichheit. Überzeugend macht er dabei auf Defizite in der politischen Wahrnehmung aufmerksam, lässt es aber auch bei der Argumentation ein wenig an Stringenz und Struktur fehlen.