Max-Planck-Gesellschaft

Artikel der Autorin

Angststörungen

Persönliches Umfeld prägt psychische Verfassung

MÜNCHEN. (mpg) Angststörungen sind die am weitesten verbreitete psychische Erkrankung: Mindestens einer von fünf Erwachsenen ist davon betroffen. In ihrer neuesten Studie haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München gezeigt, dass ein Enzym namens Dnmt3a einen entscheidenden Anteil daran hat, wie die vordere Hirnrinde durch Stress ausgelöste Angst vermittelt. Eine Manipulation dieses Enzyms könnte einen erfolgversprechenden neuen Ansatzpunkt für verbesserte Therapiemöglichkeiten von Angststörungen bieten.

Auch bei Freundschaften unter Schimpansen spielt Vertrauen eine wichtige Rolle.

Vertrauen und Freundschaft gehören nicht nur beim Menschen eng zusammen

Freundschaften zwischen Schimpansen basieren auf Vertrauen

LEIPZIG. (mpg) Dass eine echte Freundschaft unter Menschen sich durch gegenseitiges Vertrauen auszeichnet, scheint uns selbstverständlich. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig haben jetzt herausgefunden, dass dies auch auf befreundete Schimpansen zutrifft. Auf Vertrauen basierende Freundschaften scheinen also im Laufe der Evolution sehr viel früher entstanden zu sein, als bisher angenommen, und sind kein Alleinstellungsmerkmal des Menschen.

Neues Modell eines Neandertalers (Mann und Frau) im Neandertal-Museum

Vermischung verschiedener Menschenformen spielte wichtige Rolle

Neandertaler-Gene stärkten das Immunsystem moderner Menschen

LEIPZIG. (mpg) Als moderne Menschen vor vielen Tausend Jahren in Europa auf Neandertaler trafen und sich mit ihnen fortpflanzten, erbten einige Nachkommen Genvariationen, deren Träger Infektionen besser abwehren konnten. Dieses Neandertaler-Erbe könnte aber auch dafür verantwortlich sein, dass einige Menschen anfälliger für Allergien sind. 

Fledermäuse passen ihre Echoortungslaute an Lärm an

Keine stille Nacht

SEEWIESEN. (mpg) Fledermäuse orientieren sich im Flug akustisch durch Echoortungslaute und nutzen diese auch meistens zur Nahrungssuche. Wie die Tiere mit Beeinträchtigungen durch Umgebungslärm umgehen, fand nun ein Team von Wissenschaftlern vom Max-Planck-Institut für Ornithologie Seewiesen und der Ludwig-Maximilians-Universität München heraus.

Mit HI-Viren (gelb) infizierte T-Zelle (blau) des Immunsystems.

Wissenschaftler analysieren die Dynamik, mit der sich HI-Viren verändern

Evolution im Zeitraffer

TÜBINGEN. (mpg) HIV wandelt sich rasant und bildet nach einer Infektion unzählige Virus-Varianten. Wissenschaftler aus der Arbeitsgruppe von Richard Neher vom Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen haben in Kooperation mit Arbeitsgruppen aus Stockholm die Evolution von HI-Viren in mehreren Patienten über einige Jahre analysiert. Diese Berechnungen erlauben nicht nur Rückschlüsse auf die Evolution von Organismen, sondern könnten auch bei der Impfstoffentwicklung hilfreich sein.

Verhaltensapparaturen

Optische Illusionen für das Fliegenhirn

Relative Wahrnehmung der Welt

MARTINSRIED. (mpg) Wird der Preis eines Produktes herabgesetzt, erhöht sich die Kaufbereitschaft – das Produkt erscheint preiswerter, obwohl es vielleicht immer noch zu teuer ist. Unsere Wahrnehmung der Welt ist somit oft relativ: Wir vergleichen, was wir sehen, mit einem Bezugspunkt – hier mit dem Preis vor dem Rabatt. Das Gleiche gilt für die Wahrnehmung von Helligkeitsreizen.

Startschuss für das Max Planck ETH Center für Lernende Systeme

Maschinen das Lernen beibringen

ZÜRICH. (hpd) Für Menschen, und generell für Tiere, ist es selbstverständlich; Maschinen müssen es dagegen erst lernen: das Lernen. Um ihnen dabei zu helfen, gründen die Max-Planck-Gesellschaft und die ETH Zürich das Max Planck ETH Center for Learning Systems.

Grab eines erwachsenen Mannes aus der Salzmünder Kultur

Genetische Veränderungen durch steinzeitliche Ausbreitung bäuerlicher Lebensweise nachgewiesen

8.000 Jahre Anpassung hinterlassen Spuren in den Genen

JENA. (mpg) Die Erfindung der Landwirtschaft gilt als Revolution der Menschheitsgeschichte: Vor rund 7500 Jahren breiteten sich Ackerbau und Viehzucht in Mitteleuropa aus. Im Zuge dieser Entwicklungen musste sich der Mensch an neue Umweltbedingungen, ein verändertes Nahrungsangebot, sowie den engen Kontakt zu domestizierten Tieren und deren Krankheitserregern anpassen. Die damit verbundenen Selektionsprozesse spiegeln sich im Genom heutiger Europäer wider.

Klassenzimmer

Sammelband gibt Überblick über ethnische Ungleichheiten in Schule und Ausbildung

Bildungschancen stärker von sozialer als von ethnischer Herkunft abhängig

MÜNCHEN. (mpg) Werden Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund in unserem Bildungssystem benachteiligt? Welche Hürden haben sie tatsächlich? Und gibt es Unterschiede zwischen verschiedenen Herkunftsgruppen? Einen aktuellen Überblick über den Forschungsstand in diesem Bereich gibt ein neuer Sammelband.

"I think"

Modell erklärt Entstehung der ersten biologische Spezies

Evolution: Am Ursprung der allerersten Art

GÖTTINGEN. (mpg) Das Leben auf der Erde glich anfangs wahrscheinlich einem großen genetischen Durcheinander. Vermutlich irgendwann zwischen 3,8 und 3,5 Milliarden Jahren vor unserer Zeit hat sich dann die erste biologische Art gebildet, aus der sich in der Darwinschen Evolution alle anderen Arten entwickelten.