Gunnar Glitscher (nicht überprüft)

Do. 12 Feb 2026 - 01:20

"...wenn ich an einem Pfingstmorgen auf einem duftigen Berge stehe in der kristallklaren Luft, so ist mir das Glockengeläute in der fernen Tiefe die allerschönste Musik..."

Die (Schein-)Idylle fernen Glockengeläuts ist ein beliebtes Argument von Befürwortern dieser Form religiöser Lärmerzeugung. Mit einigen Nachbarn zusammen konnte ich dann aber doch den Kirchenvorstand einer evangelischen Darmstädter Kirchengemeinde davon überzeugen, dass es der Gesundheit und Lebensqualität naher Kirchenanwohner durchaus zuträglich ist, fortan auf nächtlichen viertelstündlichen Uhrschlag zu verzichten und auch das liturgische Läuten der vier Glocken etwas kürzer und leiser zu bewerkstelligen.

Noch besser allerdings wäre es, die Kirchen würden einsehen, dass das anachronistische Lärmen mit Glocken auf lange Sicht ihr Versinken in die Bedeutungslosigkeit nicht aufhalten wird und die sinnlose Zwangsbeschallung ganzer Wohnviertel einstellen.

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