Es ist eigentlich genau anders herum: Die S2K Leitlinie ist - gerade noch- Konsensbasiert und eben nicht evidenzbasiert und deshalb sehr schwach.
Es sind einige Wissenschaftler abgesprungen und die Erstellung der Leitlinie dauerte sehr lange.
Die Transmedizin ist alles andere als Routine - sehr viele springen vor der chirurgischen Behandlung ab weil die Komplikationsrate zu hoch ist. Auch die Hormonbehandlung ist alles andere als nebenwirkunsfrei.
Sowohl die Diagnosestellung als auch der Effekt der Behandlung sind nicht annähernd durch Studien abgesichert.
Ausserdem hat sich die Zusammensetzung der Transidentifizierten stark verändert.
Vor 2000 waren es überwiegend männlich geborene im höheren Alter...inzwischen sind es überwiegend (5 fach) weiblich geborene, die am Beginn der Pubertät sich trans identifizieren. Viele von ihnen ohne entsprechende Vorgeschichte dafür aber sehr häufig mit psychischen Begleiterkrankungen und Belastungen die eigentlich immer zu erst abgeklärt werden müssten.
In Finnland hat man mit der Transaffirmativen Behandlung sehr früh angefangen aber auch sehr früh wieder aufgehört, da die Datenlage das Konzept nicht trägt.
Ich würde auch dringend empfehlen, Kritik am heutigen Konzept der Behandlung Transidenter anzunehmen, denn eine solche muss immer möglich sein. Die Frage was passiert eigentlich mit den Personen NACH der Behandlung kann man nicht im Ernst als transfeindlich abwerten. Ich empfehle dringend einmal kritisches Material wenigstens zur Kenntnis zu nehmen.
Übrigens haut das auch mit der behaupteten Rechtslastigkeit der Kritik nicht hin.
Wir haben nicht die Wahl ob wir uns mit den disbezüglichen Problemen befassen oder nicht.
Wir ( der demokratische Teil der Gesellschaft) haben nur die Wahl ob wir uns damit beschäftigen oder der rechte Rand.
Im zweiten Fall werden wir diesen Rand füttern und nicht eindämmen.
Felix