Iftekhar Ahmed (nicht überprüft)

So. 4 Okt 2026 - 15:56

Fast schon Satire: Susanne Schröter beklagt, Universitäten würden „meist nicht nach Qualifikation, sondern nach ideologischer Passgenauigkeit“ besetzen, und versammelt anschließend mit Koopmans, Mansour & Co. wieder genau den bekannten Zirkel, der sich seit Jahren gegenseitig bestätigt, wer der gute „liberale Muslim“ und wer der gefährliche „Islamist“ sein soll.

Ruud Koopmans hat mich auf Twitter übrigens einmal schlicht als „A****loch“ bezeichnet. Nur eine kleine persönliche Kostprobe aus diesem Milieu, das sich nun ausgerechnet als sachliche, wissenschaftliche Instanz zur Aufklärung über Muslime inszeniert.

Und der hpd liefert wie so oft die passende PR-Begleitmusik: keine kritische Nachfrage, stattdessen das Märchen von den tapferen Verteidigern von „Frauenrechten und Demokratie“, denen irgendwelche ideologischen Universitäten angeblich keinen Platz mehr bieten.

Wenn völlig legale religiöse und politische Betätigung von Muslimen schon unter dem schwammigen Kampfbegriff „legalistischer Islamismus“ zum Sicherheitsproblem erklärt wird und gleichzeitig selbst definiert wird, welche Muslime noch als akzeptabel gelten, dann sollte man vielleicht aufhören, so zu tun, als gehe es hier lediglich um Islamismus.

Für mich ist das der immer gleiche antimuslimische Kulturkampf, diesmal als „Institut“ verpackt und mit dem Etikett Wissenschaft versehen. Dass sich die üblichen Protagonisten dafür nun auch organisatorisch zusammengefunden haben, ist wenigstens konsequent.

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