@ Klaus Wegener: Der 'hpd' beteiligt sich an der großangelegten Kampagne gegen die Berliner Linke? Ja, dem würde ich zustimmen. Aber ist das, weil der 'hpd' politisch rechts steht? Nicht unbedingt. Der 'hpd' kritisiert ja weniger die von der Linken beabsichtigte Regulierung des Immobilien- und Wohnungsmarktes (einschließlich Vergesellschaftung). Stein des Anstoßes ist m.E. neben der religionsfreundlichen Haltung des Wahlprogramms vor allem die palestinenserfreundliche Positionierung der Linken. Während alle anderen Parteien konsequent die deutsche Staatsräson der bedingungslosen Unterstützung der Sicherheitsinteressen Israels vertreten, betont die Berliner Linke die Gleichrangigkeit jüdischer und arabischer Interessen im Nahostkonflikt und gleichzeitig die Gleichwertigkeit jüdischen und arabischen Lebens in Berlin. Diese Gleichmacherei der Linken wiederum widerspricht dem Dogma der gelungenen Vergangenheitsbewältigung, das von allen anderen Parteien vertreten wird: nämlich, dass jüdisches Leben in Deutschland unter _besonderem_ Schutz stehen müsse.
Positiv hervorzuheben ist, dass der 'hpd' die Diskussion der Thematik im Kommentarbereich zulässt. Ist nicht selbstverständlich.