Antisemitismus

AfD-Landtagsabgeordneter schätzt und verteidigt eine antisemitische Fälschung

Wolfgang Gedeon und die "Protokolle der Weisen von Zion"

BONN. (hpd) Der AfD-Landtagsabgeordnete Wolfgang Gedeon aus Baden-Württemberg schätzt und verteidigt die antisemitische Fälschung "Die Protokolle der Weisen von Zion". Dies macht jedenfalls ein Blick auf zwei seiner früheren Buchveröffentlichungen deutlich. Man darf gespannt sein, wie die Parteiführung auf derartige Hinweise reagiert oder nicht reagiert.

Eine Deutung von Hitlers Politisierung

Wie Adolf Hitler zum Nazi wurde

BONN. (hpd) Der Historiker Thomas Weber erklärt sich in seinem Buch "Wie Adolf Hitler zum Nazi wurde" die Entwicklung des späteren Diktators zum Antisemiten und Rassisten aus der politischen Verarbeitung des Versailler Vertrages als Erweckungserlebnis. Auch wenn der Autor eng an den historischen Quellen arbeitet, ist er doch allzu sehr auf die Bestätigung seiner Deutung fixiert, was ihn sowohl zu einer einseitigen Darstellung motiviert wie ihn eine Gesamtinterpretation unterlassen lässt.

Rezension

Ein Skandal auf dem Prüfstand

BERLIN. (hpd) Rainer Werner Fassbinders "Der Müll, die Stadt und der Tod" zählt zu den umstrittensten Theaterstücken der Nachkriegszeit. Ein von Reiner Diederich und Peter Menne herausgegebener Sammelband beschäftigt sich fachkundig und perspektivenreich mit dem Skandal um das Drama.

Die Diskussion um die Person Luthers nimmt Fahrt auf

Warum Martin Luther ein Antisemit ist!

DEIDESHEIM. (hpd) Seit sich die niederländische Kirche nach intensiven Beratungen mit jüdischen Organisationen in Hinblick auf das Lutherjahr 2017 von Martin Luthers Antisemitismus distanziert hat, scheint eine ernsthafte Diskussion über den Umgang mit dem Reformator auch in Deutschland in Gang zu kommen. Umstritten ist dabei seine Rolle als Wegbereiter des Antisemitismus, der im Holocaust seinen hoffentlich letzten Höhepunkt gefunden hat.

Werl: Marktplatz mit Wallfahrtsbasilika

Werler "Erinnerungskultur" heißt nicht nur Erinnern, sondern auch Verdrängen und Vergessen!

Fünf Jahre Planung für ein paar Stolpersteine!

WERL. (hpd) Wie die westfälische Wallfahrtsstadt Werl die Vergangenheit der Judenverfolgung in der Stadt aufarbeitet und dabei die eigene Schande, wie sie die Juden aus der Stadt vertrieben haben, ausblendet. Der Genozid an über 70 Menschen aus Werl, die auch namentlich bekannt sind und innerhalb weniger Jahre als Hexen und Zauberer in der Stadt ermordet wurden, scheint ins Vergessen zu geraten.

Rezension

Martin Luthers judenfeindliche Hetzschrift in Neuedition

BONN. (hpd) Karl-Heinz Büchner u.a. haben Martin Luthers judenfeindliche Hetzschrift "Von den Juden und Ihren Lügen" neu herausgegeben und in heutiges Deutsch übertragen, wobei deutlich wird: Der Reformator forderte – mit Ausnahme der systematischen Ermordung – das Gleiche wie die späteren Nationalsozialisten. Bedauerlich ist, dass die Herausgeber es bei einem kurzen Vorwort belassen und kaum etwas zur Rezeptionsgeschichte schreiben.

"Der Müll, die Stadt und der Tod"

Fassbinders Großstadtdrama bleibt topaktuell

FRANKFURT/M. (hpd) Bunt dekoriert war der Rahmen zu Peter Mennes Lesung "Fassbinders 'Der Müll, die Stadt und der Tod' – ein Großstadtdrama". Der Kunstverein Offenbach hatte den Autor in seine Ausstellungsräume in in seine Ausstellungsräume im ersten Stock des Offenbacher Shoppingcenters KOMM eingeladen.

Aufgeschlagene Bibeln

Richtungsstreit unter Evangelikalen?

Die Bibel ist Gotteswort!

BERLIN. (hpd) Zu einem "entschiedenen Widerstand” gegen die in der evangelischen Kirche verbreiteten "Irrlehren” ruft der langjährige Hauptredner der überkonfessionellen Evangelisationsbewegung ProCHrist, Ulrich Parzany, auf. Parzany unterstützt auch die die Aktion "Christival”, die auf Versammlungen auch schon mal "Homoheilungen” anbietet.

Rezension

Holocaust und Staatsauflösung – eine einseitige Deutung

BONN. (hpd) Der US-amerikanische Historiker Timothy Snyder formuliert in seinem Buch "Black Earth. Der Holocaust und warum er sich wiederholen kann" eine neue Deutung des Massenmordes an den Juden, wobei er diesen aus der Rahmensituation von Staatsauflösungen erklärt. Auch wenn dieser Faktor sicherlich mit eine bedeutende Rolle spielt, so erklärt er angesichts des Funktionierens eines totalitären Staates eben gerade nicht allein und überzeugend den Holocaust.