Antisemitismus

Michael Quast

Symposium zu Rainer Werner Fassbinder und zu Antisemitismus und Fremdenfeindlicheit heute

Der Müll, die Stadt und der Skandal

FRANKFURT/M. (hpd) Fassbinders Drama "Der Müll, die Stadt und der Tod" kam, eingebettet zwischen Diskussionen, im Frankfurter Gallus-Theater als szenische Lesung auf die Bühne. Eingeladen zu dem Symposium hatte die KunstGesellschaft, ein Verein, der sich seit langem mit dem Verhältnis von Kunst und Gesellschaft befasst.

Passpapiere der Familie Levinger mit dem 1938 eingeführten "Judenstempel", einem gelben "J" im Innern und einem schwarzen "J" auf der Kennkarte.

Das jüdische Konstanz – Blütezeit und Vernichtung

"Jetzt ist es soweit, heute verlieren wir unsere Heimat"

KONSTANZ. (hpd) Am Donnerstag öffnet das Kulturzentrum am Münster seine Türen für eine bemerkenswerte Sonderausstellung: "Das jüdische Konstanz – Blütezeit und Vernichtung". Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts waren viele jüdische Familien nach Konstanz gezogen und prägten das wirtschaftliche, politische und kulturelle Leben der Stadt ganz entscheidend mit. Doch 1933, nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten, endete der Traum vom Zusammenleben. Wer nicht rechtzeitig emigrieren konnte, wurde in Konzentrationslager verschleppt.

Jahrbuch für Antisemitismusforschung, Band 23

BONN. (hpd) Das "Jahrbuch für Antisemitismusforschung" liegt in seiner 23. Ausgabe mit Beiträgen zum Antisemitismus im Europa der Gegenwart und zu antisemitischen Emotionen im 19. Jahrhundert vor. Insbesondere die Beiträge zum aktuellen Antisemitismus enthalten eine Fülle von Daten und Einschätzungen auch im Sinne einer länderübergreifenden vergleichenden Betrachtung.

Inge Rapoport (geb. Syllm) 1938

Im "dritten Leben" schließt sich der Kreis

BERLIN. (hpd) 77 Jahre nach ihrer Dissertationsarbeit kann Inge Rapoport diese nun endlich auch verteidigen und den längst überfälligen Doktortitel bekommen. Sie ist mit 102 Jahre die älteste Promovendin und bekam damit eine sehr späte Ehrung. Zusammen mit den Filmemachern Sissi Hüetlin und Britta Wauer feiert sie im Filmtheater Babylon diesen Erfolg.

Rezension

"Gebildeter Antisemitismus" – ein Sammelband zum Thema

BONN. (hpd) Die Aufsätze des Sammelbandes "Gebildeter Antisemitismus. Eine Herausforderung für Politik und Zivilgesellschaft", der von der Sprachwissenschaftlerin Monika Schwarz-Friesel herausgebeben wurde, thematisieren judenfeindliche Ressentiments im Kontext der Kommentierung von Israel an Beispielen aus dem intellektuellen, linken und medialen Milieu.

"Luthers Erbe" – eine Kritik der Geschichte des deutschen Protestantismus

BONN. (hpd) Der Historiker Wolfgang Wippermann legt mit "Luthers Erbe. Eine Kritik des deutschen Protestantismus" ein Buch zum Thema vor, welche sich auf den Kontext von "Kirche und Staat", "Kirche und Krieg", "Kirche und Kapital", "Kirche und Antisemitismus", "Kirche und Antiziganismus" sowie "Kirche und Antifeminismus" bezieht. In gut verständlicher Form macht der Autor an vielen Beispielen die jeweiligen Verfehlungen deutlich, wobei aber nur am Rande nach den Bedingungsfaktoren für das Agieren oder Nicht-Agieren der Kirchen-Anhänger und –Funktionsträger gefragt wird.

Worldwide Day of Genital Autonomy

Offener Brief an die TAZ wegen Verleumdung von Beschneidungsgegnern

Über Hosen und Rechte

BERLIN. (hpd) Am 12. Mai veröffentlichte die Tageszeitung TAZ in der Kolumne "German Angst" einen Artikel mit der Überschrift "In der Hose der Anderen". Darin verunglimpft die Autorin Sonja Vogel die Gegner der Beschneidung und unterstellt ihnen Antisemitismus. Der Bundesvorsitzender der Partei der Humanisten, David Helmus, antwortet darauf mit einem offenen Brief.

Rezension

Der Fall Jakob Augstein

BONN. (hpd) Der Philologe Lukas Betzler und der Politikwissenschaftler Manuel Glittenberg nehmen in ihrer Studie "Antisemitismus im deutschen Mediendiskurs. Eine Analyse des Falls Jakob Augstein" eine diskurs- und textanalytische Untersuchung zum Thema vor. Die Autoren sehen in dem Vorfall eine Form des "verschleierten Antisemitismus", wobei sie aber etwas einseitig in Richtung dieser Deutung formulieren und keine Kontroll-Kriterien zur Prüfung ihrer Deutung nutzen.